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Masterarbeit/Versuche/Versuch_03/01_Prompt.md
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Christoph SchwörerandClaude Opus 5 3d5b691bfa Iteration 3: Modell- und Modusraster erweitert, Skill 7.0.0, V2/V3 vorbereitet
Neue gueltige Zellen in Iteration 3
- claude-opus-5/solo/high: 363 Anforderungen, 99,7 % mit Primaerbeleg,
  Belege je Anforderung Median 2,0, 38,1 Mio. Tokens
- claude-fable-5/solo/high: 241 Anforderungen, 98,3 % mit Primaerbeleg,
  89,0 % PRIMAER-Anteil, vollstaendig regelkonform, 30,6 Mio. Tokens

Damit sind 6 von 12 Zellen des Rasters belegt. Zwei Befunde daraus:

Die Belegdichte folgt dem Modell, nicht dem Effort. Opus erreicht Median 2,0
auch auf high; alle 44 Sonnet-Laeufe lagen bei 1,0. max hebt Opus auf 3,0.
Die frueher dem Effort zugeschriebene Verdopplung ist damit eingegrenzt.

Die Fable-Modellverletzung ist reproduziert und abgegrenzt. Bei builtin laufen
die Subagenten auf claude-opus-5[1m] statt Fable (zweiter Fall nach Iteration 1),
bei solo dagegen sauber. Nicht das Modell ist die Ursache, sondern Fable in
Kombination mit Delegation.

Fehlmessungen, vollstaendig protokolliert
- vier 429-Abbrueche (Session-Kontingent) aus dem Parallelblock 19:59;
  drei davon mit Teilbestand, einer ohne Ergebnis
- opus-5/builtin/high zum dritten Mal gescheitert: 790,7 Mio. Tokens ueber drei
  Anlaeufe ohne Artefakt. Zelle mit dieser Prompt-Version nicht messbar.

Skill 7.0.0 (MAJOR)
- Isolationsmechanismus modusabhaengig: --safe-mode schaltet MCP-Server und
  Custom-Agenten ab und ist mit V2/V3 unvereinbar. Smoke-Test verifiziert:
  mit Flag spawned=0, ohne Flag spawned=2. Ersatz fuer custom/MCP:
  --strict-mcp-config plus --disallowedTools Skill WebSearch WebFetch SlashCommand.
- 6.1.0: Pflichtpruefung leeres Ergebnisverzeichnis = Fehlmessung unabhaengig von
  is_error; CLAUDE_CODE_PRINT_BG_WAIT_CEILING_MS=0; Protokollfeld Gueltigkeit
- extract-subagenten.py: Start-Quittung wird nicht mehr als Ertragsmass ausgewiesen

Versuch 2 und 3 vorbereitet
- Prompt-Kette V1 -> V2 (02-A, angepasst an Agentendateien) -> V3 (02-B, MCP)
- V2: acht Rollen inkl. nicht delegierendem ISO-29148-Orchestrator
- V3: elf Rollen, fuenf Werkzeugserver, neue Belegklasse LAUFZEIT

Ablaufprotokoll um Phase 6 und 7 sowie die Vorbereitung von V2/V3 ergaenzt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
2026-08-27 08:03:00 +02:00

19 KiB

Versuch 03 - Werkzeugzugriff (Agenten + MCP-Server) - Prompt-Version 02-B

Metadaten

  • Versuch: V3 Werkzeugzugriff (Agentendateien + externe Werkzeugserver)

  • Prompt-Version: 02-B (Prompt-Version 02-A aus Versuch 02, angepasst an MCP-Server)

  • Basis: Versuche/Versuch_02/01_Prompt.md

  • Codebasis: c-entron ERP-Suite (Windows, C#/XAML, MSSQL)

  • Zeitstempel: 2026-08-26

  • Vorgänger: 01_Prompt.md (SHA-256 1B0DB06B…3C02FF), 24 Läufe an Tag 1

  • Änderungsgrund: Versuch 3 stellt zusätzlich externe Werkzeugserver bereit, darunter Zugriff auf das laufende System. Prompt-Version 02-A schließt das aus: Sie schreibt statische Analyse ohne Ausführung vor und begrenzt die Quellen auf das Arbeitsverzeichnis. Ohne Anpassung würde Versuch 3 einen Prompt messen, dessen Regeln der Agent zwangsläufig verletzt.

    Änderung Grund
    Quellenbeschränkung um Beobachtung am laufenden System erweitert sonst ist jede Werkzeugnutzung ein Regelverstoß
    Neuer Schritt 2b, ausdrücklich lesend dynamische Analyse ist der Untersuchungsgegenstand von V3
    Neue Belegklasse LAUFZEIT, nachrangig gegenüber PRIMÄR beobachtetes Verhalten belegt nicht, wo die Regel durchgesetzt wird
    Herkunft fremden Wissens kennzeichnen trennt Framework-Verhalten von Geschäftsregeln

    Unverändert gegenüber Versuch 2 bleiben Auftrag, Scope, Arbeitsteilung, Blockformat, Prüfidee, Tracelinks, Konsolidierungsbegriff und Ergebnisstruktur. Der fachliche Auftrag ist über alle drei Versuche identisch; abweichend sind allein die zugelassenen Quellen.

Dieser Prompt enthält ausschließlich die Analyseanweisung und ist damit unabhängig von einem bestimmten Werkzeug oder Modell einsetzbar. Welche Werkzeuge im jeweiligen Lauf zur Verfügung stehen und wohin die Ergebnisse geschrieben werden, stellt der Versuchsaufbau beim Start bei.


Prompt

Du bist ein Requirements Engineer im Reverse Requirements Engineering eines Legacy-ERP-Systems. Erzeuge aus der vorliegenden Codebasis eine Anforderungsspezifikation nach ISO/IEC/IEEE 29148:2018. Arbeite auf den im Arbeitsverzeichnis liegenden Artefakten (Quellcode, Konfiguration, UI-Ressourcen, DB-Skripte) sowie auf den Beobachtungen, die dir die bereitgestellten Werkzeuge am laufenden System erlauben. Jede Aussage muss auf eine dieser Quellen zurückführbar sein.

Auftrag

Erzeuge eine konsolidierte Spezifikation auf den drei Ebenen:

  1. StRS - Stakeholder Requirements Specification (fachliche Sicht, Akteure, Geschäftsziele)
  2. SyRS - System Requirements Specification (Systemverhalten, Schnittstellen, Performance-, Sicherheitsanforderungen)
  3. SwRS - Software Requirements Specification (Komponenten, Datenmodelle, Software-interne Regeln)

Ziel ist eine Spezifikation, die als belastbare Basis für eine Web-/SaaS-Neuimplementierung dienen kann.

Scope (Schritt 1 der RRE-Methodenkette, manuell vorgegeben)

Der Untersuchungsgegenstand ist die gesamte Codebasis im Arbeitsverzeichnis. Es gilt bewusst keine Modulbeschränkung: Alle Module, Datenobjekte und Prozesse sind gleichrangig zu erfassen.

Breite geht vor Tiefe. Ein fehlendes Requirement führt bei einer Neuimplementierung zu Funktionsverlust; eine oberflächlich erfasste Funktion lässt sich dagegen nachschärfen. Erfasse deshalb zuerst die gesamte Breite und vertiefe erst danach. Halte dich an die Reihenfolge aus dem Abschnitt Vorgehen: erst Inventar, dann Mindestabdeckung, dann Vertiefung.

Vorgehen (statische Analyse, ergänzt um Beobachtung am laufenden System)

Bearbeite die Schritte 2-6 der RRE-Methodenkette (Schritt 1 Scope ist oben vorgegeben, Schritt 7 Validierung erfolgt manuell durch Fachexperten). Vorgeschaltet ist eine verbindliche Inventarisierung:

Schritt 0 - Modulinventar (vor der ersten Anforderung). Verschaffe dir zuerst einen vollständigen Überblick über den Untersuchungsgegenstand und lege ihn im Analysebericht.md als Tabelle ab: fachliches Modul beziehungsweise Komponente, Pfad im Arbeitsverzeichnis, ein Satz zur fachlichen Aufgabe. Das Inventar wird erstellt, bevor die erste Anforderung formuliert wird. Es ist die Bezugsgröße für die Abdeckung und darf später ergänzt, aber nicht gekürzt werden.

Schritt 0b - Mindestabdeckung. Jedes Modul des Inventars erhält mindestens eine Anforderung, bevor irgendein Modul vertieft wird. Lässt sich für ein Modul keine belegbare Anforderung bilden, führe es im Inventar als nicht analysiert mit einer kurzen Begründung. Ein Modul ohne Anforderung und ohne Begründung ist unzulässig.

Schritt 0c - Vertiefung nach Risiko. Erst wenn die Mindestabdeckung steht, vertiefe einzelne Module. Beginne dort, wo Sicherheitsregeln, Abrechnungs- und Fakturierungslogik oder Berechtigungsprüfungen liegen.

  1. Artefakterhebung: Erfasse Quellcode, Konfiguration, UI-Texte, Datenbankschemata, Schnittstellenbeschreibungen sowie Change-Historie und Projektartefakte (Commit-Messages, Tickets, Release Notes, Migrationsnotizen), soweit als Datei lesbar.

2b. Beobachtung am laufenden System. Wo die bereitgestellten Werkzeuge es erlauben, ergänze die statische Analyse um Beobachtung: Oberflächen und ihre Feldvalidierungen, tatsächliche Wertebereiche und Häufigkeiten in der Datenbank, Verhalten der Web- und Schnittstellenkomponenten. Beobachtung ersetzt die Codeanalyse nicht — sie entscheidet Fragen, die der Code offenlässt: welche Regeln tatsächlich binden, welche Zustände real vorkommen und welche Funktion nur noch toter Code ist.

Führe keine schreibenden Operationen aus. Kein Anlegen, Ändern oder Löschen von Datensätzen, keine Konfigurationsänderung, kein Schreibzugriff auf die Datenbank. Beobachtet wird, nicht verändert. 3. Technische Analyse: Identifiziere Module, Komponenten, Abhängigkeiten, Statusmaschinen, Validierungslogik, Berechtigungsprüfungen. 4. Semantische Interpretation: Leite fachliche Aussagen aus technischen Implementierungen ab (z. B. Statusübergänge → Geschäftsregel). 5. Formalisierung: Überführe die Aussagen in klare, testbare Anforderungen mit Kontext, Vorbedingung und Ergebnis. 6. Traceability-Anreicherung: Verknüpfe jede Anforderung mit konkreten Artefaktbelegen.

Pflicht-Eigenschaften jeder Anforderung

  • Belegpflicht: Jede Anforderung muss mindestens einen konkreten Artefaktbeleg führen (Dateipfad, Klasse/Methode, SQL-Statement, UI-String, Konfigurationseintrag). Jeder Beleg erhält eine kurze Begründung, warum er die Aussage trägt. Lässt sich eine Aussage nicht belegen, schreibe die Anforderung nicht - erfasse den offenen Punkt stattdessen als Hypothese. Eine Anforderung ohne Beleg ist unter keinen Umständen zulässig.

  • Trennung von Fakt und Interpretation: Die belegte technische Beobachtung (Feld Fakt) wird getrennt von der fachlichen Interpretation (Feld Aussage) dokumentiert, damit nachvollziehbar bleibt, was im Artefakt steht und was daraus geschlossen wurde.

  • Risikobasierte Priorisierung: Anforderungen zu Sicherheitsregeln, Abrechnungs-/Fakturierungslogik und Berechtigungen unterliegen strengeren Evidenzanforderungen: Sie benötigen mindestens einen PRIMÄR-Beleg, andernfalls sind sie zwingend als [HYPOTHESE] zu kennzeichnen. Ein PRIMÄR-Beleg benennt hier die durchsetzende Stelle - Datei, Klasse, Methode und die konkrete Prüfung, Bedingung oder das Constraint. Ein Verweis auf eine Datei ohne Angabe der prüfenden Stelle genügt für diese Anforderungen nicht.

  • Belegklassifikation: Kennzeichne jeden Beleg als

    • PRIMÄR (durchgesetzte Regel im Code oder DB-Constraint),
    • SEKUNDÄR (UI-Label, Fehlermeldung, Reportlayout, Mappingtabelle, Konfigurationsschalter),
    • KONTEXT (Kommentar, Commit-Message, Ticketreferenz),
    • LAUFZEIT (Beobachtung am laufenden System: Oberflächenverhalten, Feldvalidierung, tatsächliche Datenlage).

    Ein LAUFZEIT-Beleg ersetzt keinen PRIMÄR-Beleg. Er zeigt, dass sich das System so verhält, nicht wo die Regel durchgesetzt wird — für eine Neuimplementierung ist Letzteres entscheidend. Eine Anforderung, die ausschließlich auf Laufzeitbeobachtung beruht, ist zusätzlich mit [HYPOTHESE] zu kennzeichnen, solange die durchsetzende Stelle nicht gefunden ist.

    Jeder LAUFZEIT-Beleg nennt, wie beobachtet wurde: Maske und Bedienschritt, Abfrage samt Ergebnis, oder Bildschirmfoto-Referenz. „Getestet und funktioniert" ist kein Beleg.

  • Herkunft fremden Wissens kennzeichnen. Stammt eine Aussage aus einer Bibliotheks- oder Framework-Dokumentation und nicht aus dieser Codebasis, sage das im Beleg ausdrücklich und nenne Bibliothek und Version. Das trennt Framework-Verhalten von Geschäftsregeln: Vieles, was wie eine fachliche Regel aussieht, ist Standardverhalten des Persistenz- oder UI-Frameworks und gehört im Zielsystem nicht nachgebaut.

  • Hypothesenmarkierung: Aussagen, die sich nicht eindeutig aus Artefakten ableiten lassen, kennzeichnest du explizit mit [HYPOTHESE] und einer kurzen Begründung, welche Information zur Bestätigung fehlt. Bei einer Codebasis dieser Größe ist eine Analyse ohne jeden offenen Punkt unplausibel: Führst du keine einzige Hypothese, begründe das ausdrücklich in der Selbstbewertung. Umgekehrt ist eine hohe Hypothesenzahl kein Mangel, sondern ein Hinweis auf ehrliche Abgrenzung.

  • Verifizierbarkeit: Jede Anforderung enthält mindestens eine Prüfidee oder ein Akzeptanzkriterium.

  • Eindeutigkeit: Vermeide vage Begriffe ("schnell", "benutzerfreundlich"); definiere domänenspezifische Begriffe beim ersten Auftreten.

  • Übernahmewürdigkeit: Beurteile für jede Anforderung, ob ihre Funktion im Zielsystem erhalten bleiben soll. Unterscheide übernehmen (fachlich weiterhin erforderlich), Workaround (historisch gewachsene Behelfslösung), Sonderfall (Ausnahme für einen einzelnen Kunden, Mandanten oder Altbestand) und veraltet (durch neuere Logik abgelöst oder fachlich überholt). Begründe die Einstufung in einem Halbsatz. Diese Angabe steuert die spätere fachliche Priorisierung; eine Fehleinschätzung ist unkritisch, eine fehlende Angabe nicht.

  • Redundanzfreiheit: Formuliere jede Anforderung so, dass sie von den übrigen klar abgegrenzt ist. Beschreiben zwei Anforderungen dieselbe fachliche Funktion aus unterschiedlicher Perspektive, führe sie zusammen oder grenze sie im Titel und in der Aussage ausdrücklich gegeneinander ab.

Arbeitsteilung

Die Bearbeitung kann auf mehrere Bearbeiter verteilt werden. Ist das der Fall, gelten zusätzlich die folgenden Regeln; wird alles von einem Bearbeiter erledigt, sind sie ohne Wirkung.

  • Zuständigkeit vor Bearbeitung klären. Lege fest, wer welchen Ausschnitt bearbeitet, bevor die erste Anforderung entsteht, und halte die Aufteilung im Analysebericht.md fest. Ohne festgelegte Zuständigkeit entstehen Lücken zwischen den Ausschnitten und Doppelarbeit an ihren Rändern.
  • ID-Bereiche vorab vergeben, überschneidungsfrei und lückenlos. Jeder Bearbeiter erhält einen eigenen Nummernbereich je Ebene. Zusammengeführt muss die Nummerierung je Ebene lückenlos sein; doppelte IDs sind unzulässig.
  • Die Ebene einer Anforderung ergibt sich aus ihrem Inhalt, nicht aus dem Bearbeiter. Führt ein Ausschnitt zu einer Aussage, die auf eine andere Ebene gehört, wird sie dort geführt und über Tracelinks verbunden — nicht auf der eigenen Ebene belassen, weil sie dort anfiel.
  • Die Reihenfolge aus dem Abschnitt Vorgehen gilt über alle Bearbeiter hinweg. Die Mindestabdeckung ist erreicht, wenn jedes Modul des gemeinsamen Inventars mindestens eine Anforderung trägt — nicht, wenn jeder Bearbeiter seinen Ausschnitt abgedeckt hat. Erst danach beginnt die Vertiefung.
  • Der Konsistenzcheck gilt dem zusammengeführten Ergebnis. Eine Prüfung des eigenen Beitrags ersetzt ihn nicht. Zu prüfen sind insbesondere die Übergänge zwischen den Ausschnitten: Tracelinks, die ins Leere zeigen, doppelt beschriebene Sachverhalte an den Rändern und Belege, die nur im fremden Ausschnitt existieren.
  • Die Sammeldatei der Hypothesen wird zuletzt aus dem zusammengeführten Bestand erzeugt und muss mit den Inline-Kennzeichnungen deckungsgleich sein.

Formatvorgabe pro Anforderung

ID:            <StRS|SyRS|SwRS>-<laufende Nummer>
Titel:         <kurzer Titel>
Ebene:         <StRS | SyRS | SwRS>
Typ:           <funktional | nicht-funktional | Schnittstelle | Daten | Sicherheit | ...>
Qualitätsmerkmal: <nur bei nicht-funktionalen Anforderungen: ISO-25010-Merkmal, sonst leer>
Akteur:        <Rolle / System / Komponente>
Vorbedingung:  <Zustand vor Auslösen>
Fakt:          <belegte technische Beobachtung, z. B. Statusübergang, Constraint, Prüfung>
Aussage:       Das System soll <...>. (fachliche Interpretation als klare Soll-Aussage)
Ergebnis:      <erwartetes Ergebnis / Nachbedingung>
Belege:
  - [PRIMÄR]   <Pfad/Klasse/Methode/SQL/UI-String> - Begründung: <warum trägt der Beleg die Aussage>
  - [SEKUNDÄR] <...> - Begründung: <...>
  - [KONTEXT]  <...> - Begründung: <...>
Prüfidee:      <Akzeptanzkriterium oder Testidee>
Tracelinks:    <verwandte StRS-/SyRS-/SwRS-IDs>
Konsolidierung: <nein | Kandidat: <IDs oder Stellen, die dieselbe fachliche Funktion abbilden>>
Übernahmewürdigkeit: <übernehmen | Workaround | Sonderfall | veraltet> - <kurze Begründung>
Status:        <belegt | HYPOTHESE>

Traceability

Stelle Forward- und Backward-Traceability zwischen den drei Ebenen her:

  • Jede SwRS-Anforderung referenziert die zugehörige SyRS-Anforderung.
  • Jede SyRS-Anforderung referenziert die zugehörige StRS-Anforderung.
  • Erzeuge zusätzlich eine konsolidierte Traceability-Tabelle (Markdown oder CSV): StRS-ID | SyRS-ID | SwRS-ID | Artefaktbeleg.

Nicht-funktionale Anforderungen

  • Ordne nicht-funktionale Anforderungen den Qualitätsmerkmalen der ISO/IEC 25010 zu (z. B. Zuverlässigkeit, Performance-Effizienz, Sicherheit, Wartbarkeit, Übertragbarkeit). Trage die Zuordnung in das dafür vorgesehene Feld Qualitätsmerkmal ein, nicht in das Feld Typ.
  • Leite Betriebs- und Sicherheitsanforderungen gezielt auch aus indirekt sichtbaren Artefakten ab: Konfigurationen, Deployment-Skripte, Logging-Policies, Rechteprüfungen.

Konsolidierungsbedarf

Die Codebasis enthält fachliche Redundanz: Dieselbe Anforderung kann auf unterschiedlichen Masken oder in unterschiedlichen Modulen mehrfach und teils unterschiedlich implementiert sein. Prüfe daher bei jeder Anforderung, ob andere Anforderungen dieselbe fachliche Funktion abbilden, und vermerke solche Fälle im Feld Konsolidierung als Kandidat für eine Zusammenführung im Zielsystem.

Gemeint sind fachlich gleichartige Konzepte in getrennten Implementierungen, nicht bloß ähnlich formulierte Anforderungen. Ein Beispiel aus dieser Codebasis: Drucker werden als „Stammblätter" geführt, sonstige Hardware getrennt davon als „Assets" - zwei Datenhaltungen für denselben fachlichen Gegenstand, die im Zielsystem zu einem Asset-Konzept zusammengeführt werden sollen. Zwei Anforderungen, die denselben Sachverhalt nur aus Sicht verschiedener Ebenen beschreiben (etwa StRS und SwRS), sind kein Konsolidierungsfall - dafür sind die Tracelinks da.

Ergebnisstruktur (im vorgegebenen Ausgabeverzeichnis)

Ergebnisse/
  StRS.md
  SyRS.md
  SwRS.md
  Traceability.md   (oder Traceability.csv)
  Hypothesen.md     (Sammlung aller mit [HYPOTHESE] markierten Aussagen mit offener Frage)
  Glossar.md        (Domänenbegriffe, die in den Anforderungen verwendet werden)
  Analysebericht.md (Modulinventar aus Schritt 0, Abdeckungstabelle, Konsistenzcheck,
                     Selbstbewertung, bekannte Lücken)

Das Ausgabeverzeichnis wird beim Start des Laufs beigestellt. Die analysierte Codebasis wird ausschließlich gelesen und nicht verändert.

Randbedingungen

  • Keine Halluzinationen. Wenn ein Artefakt nicht gelesen oder eine Aussage nicht belegt werden kann, ist das offen zu legen, nicht zu erfinden.
  • Keine Generierung von Code. Es sollen ausschließlich Spezifikationsartefakte entstehen.
  • Keine Annahme über nicht beigestellte Hilfsmittel. Arbeite mit dem, was dir in diesem Lauf zur Verfügung steht. Setze keine zusätzlichen Analysewerkzeuge, Datenbankzugriffe oder laufende Systeme voraus. Stehen für eine Aussage nur indirekte Belege zur Verfügung, ist sie als [HYPOTHESE] zu kennzeichnen.
  • Migrationsperspektive berücksichtigen. Erkennbare Workarounds, Sonderfälle und überholte Logik gehören in das Feld Übernahmewürdigkeit, nicht in das Feld Status. Status beschreibt ausschließlich die Belegsituation (belegt oder HYPOTHESE), Übernahmewürdigkeit die fachliche Zukunft der Anforderung. Beide Angaben sind unabhängig voneinander: Eine gut belegte Anforderung kann ein Workaround sein, eine Hypothese kann übernahmewürdig sein.
  • Sprache: Deutsch für Anforderungsaussagen, technische Bezeichner (Klassen, Methoden, Spalten) bleiben in ihrer Originalsprache.

Abschluss

Führe vor Abgabe einen Konsistenzcheck über das gesamte Anforderungs-Set durch und dokumentiere das Ergebnis im Analysebericht.md:

  • Doppelte oder mehrfach vergebene IDs
  • Anforderungen ohne Beleg
  • Anforderungen ohne Angabe zur Übernahmewürdigkeit
  • Tracelinks auf nicht existierende IDs
  • Inhaltlich deckungsgleiche Anforderungen, die nicht als Konsolidierungskandidat markiert sind
  • Liste aller risikorelevanten Anforderungen (Sicherheit, Abrechnung/Fakturierung, Berechtigungen) mit ihrer Belegsituation: ID, Titel, ob ein PRIMÄR-Beleg vorliegt, andernfalls die [HYPOTHESE]-Kennzeichnung. Diese Liste macht Verstöße gegen die risikobasierte Priorisierung im Lauf selbst sichtbar.
  • Abgleich Hypothesen.md gegen die Inline-Markierungen: Beide müssen dieselben Anforderungen nennen. Hypothesen.md enthält genau die Anforderungen mit [HYPOTHESE]-Markierung und keine zusätzlichen freien Fragen; offene Punkte ohne zugehörige Anforderung gehören in die Selbstbewertung.

Erstelle außerdem die Abdeckungstabelle auf Basis des Modulinventars aus Schritt 0: je Modul die Einstufung tief | mittel | flach | nicht analysiert und die Anzahl der daraus erzeugten Anforderungen. Jede Zeile des Inventars muss in der Abdeckungstabelle auftauchen.

Beende den Lauf mit einer kurzen Selbstbewertung im Analysebericht.md:

  • Wie viele Module des Inventars wurden tief, mittel, flach beziehungsweise gar nicht analysiert? Nenne absolute Zahlen, nicht nur Beispiele.
  • Wurde die Mindestabdeckung erreicht, also hat jedes Modul mindestens eine Anforderung? Falls nein: welche Module fehlen und warum?
  • An welchen Stellen war der Beleg dünn (hoher Anteil SEKUNDÄR/KONTEXT oder [HYPOTHESE])?
  • Falls keine einzige Hypothese geführt wurde: Begründung, warum die Analyse ohne offene Punkte auskommt.
  • Welche Erkenntnisse legen einen Nachschlag in einer Folge-Iteration nahe?