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Masterarbeit/StilVorlagen/Protokoll Reaktionskinetic.md
2025-11-29 11:57:49 +01:00

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Protokoll des Versuchs Gaschromatographie

Reaktionskinetik

Versuchsdurchführung

Vor dem Versuch wurde vom Betreuer die Referenzlösung bestehend aus
2650 µl Puffer, 100 µl Semicarbazid-HCl, 200 µl NAD und 10 µl GSH
in die Referenzküvette pipettiert und der Nullabgleich des Spektrometers durchgeführt.

Wir führten 11 Enzymtests durch.
Zunächst wurden 2500 µl Puffer, 100 µl Semicarbazid-HCl, 200 µl NAD, 10 µl GSH und 100 µl Ethanol-Testlösung gemischt und im Spektrometer temperiert. Danach wurde die entsprechende Menge Ethanol hinzugegeben — im ersten Versuch 0 µl und in den weiteren Versuchen jeweils 10 µl mehr. Das Gemisch wurde dann 240 s lang im Spektrometer gemessen.


Auswertung 1

Ethanol [µl] n [µmol] Vges [ml] cs [mmol/l] 1/cs [l/mmol]
0 0,00 2,96 0,00
10 173,28 2,96 58,54 0,0171
20 346,56 2,96 117,08 0,0085
30 519,84 2,96 175,62 0,0057
40 693,12 2,96 234,16 0,0043
50 866,40 2,96 292,70 0,0034
60 1039,68 2,96 351,24 0,0028
70 1212,96 2,96 409,78 0,0024
80 1386,24 2,96 468,32 0,0021
90 1559,52 2,96 526,86 0,0019
100 1732,80 2,96 585,40 0,0017

Tabelle 1: Messprotokoll I


Ethanol [µl] ΔE/Δt (min⁻¹) v₀ (µmol l⁻¹ min⁻¹) 1/v₀ (l min µmol⁻¹) v₀/cs (10⁻³ min⁻¹)
0 0,0084 0,00026 3846,15
10 0,0101 0,00034 1515,15 0,000002
20 0,1926 0,00554 180,50 0,000019
30 0,4092 0,01148 87,10 0,000027
40 0,4385 0,01196 83,61 0,000022
50 0,6109 0,01683 59,41 0,000024
60 0,6084 0,01665 60,06 0,000020
70 0,6593 0,01817 55,03 0,000018
80 0,6354 0,01738 57,53 0,000016
90 0,7997 0,02272 44,01 0,000017
100 0,8794 0,02440 40,98 0,000017

Tabelle 2: Messprotokoll II (ΔE/Δt durch lineare Regression bestimmt)


Auswertung 2 Lineweaver-Burk

  • Steigung: m = 0,00000965 × 10⁻³ min⁻¹
  • Achsenabschnitt: b = 0,00288 µmol/l
  • KM = 0,0033 mmol/l
  • v₀,max = 347,22 l min/µmol

Auswertung 3 Eadie-Hofstee

  • Steigung: m = 861,76 × 10⁻³ min⁻¹
  • Achsenabschnitt: b = 0,37 µmol l⁻¹ min⁻¹
  • KM = 861,76 mmol l⁻¹
  • v₀,max = b

Auswertung 4 Michaelis-Menten

  • KM = 0,015
  • v₀,max = 0,03

Die Michaelis-Menten-Auftragung ist sehr einfach, da die maximale Geschwindigkeit und die Konstante direkt aus der Formel abgelesen werden können. Diese Methode ist genauer und erfordert kaum Rechenzeit.

Bei Lineweaver-Burk und Eadie-Hofstee werden die Werte mithilfe von Ausgleichsgeraden bestimmt. Da die Geraden unterschiedlich (linear oder logarithmisch) aufgetragen werden können, ergeben sich abweichende Werte. Zudem können durch ungenaues Ablesen Rundungsfehler entstehen.


Auswertung 5 Temperaturabhängigkeit

Die Geschwindigkeitskonstante k hängt exponentiell von der Umgebungstemperatur T ab:

[ k = k_0 , e^{-\frac{E_A}{RT}} ]

Diese Konstante beeinflusst die Michaelis-Menten-Gleichung, welche wiederum die Reaktionsgeschwindigkeit bestimmt. Eine Temperaturänderung führt also zu einer Änderung der Reaktionsgeschwindigkeit.
Damit die Temperatur während des Versuchs konstant bleibt, wird die Lösung vor Beginn temperiert. So hängt die Reaktionsgeschwindigkeit nur noch von der Änderung der Stoffmenge ab.