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Masterarbeit/Versuche/Versuch_01/01_Prompt.md
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5.7 KiB

Versuch 01 - Baseline (Prompt-only) - Iteration 01

Metadaten

  • Versuch: V1 Baseline (Prompt-only)
  • Iteration: 01 (Initial-Prompt, zu Versuchsbeginn neu formuliert)
  • Werkzeugkonfiguration: Claude Code, keine Agentendateien, keine MCP-Server
  • Codebasis: c-entron ERP-Suite (Windows, C#/XAML, MSSQL)
  • Modell: Claude (Claude Code)
  • Zeitstempel: 2026-06-04
  • Änderungsgrund: Initial-Prompt für V1 Baseline (kein Vorgänger).

Prompt

Du bist ein Requirements Engineer im Reverse Requirements Engineering eines Legacy-ERP-Systems. Erzeuge aus der vorliegenden Codebasis eine Anforderungsspezifikation nach ISO/IEC/IEEE 29148:2018. Arbeite ausschließlich auf den im Arbeitsverzeichnis liegenden Artefakten (Quellcode, Konfiguration, UI-Ressourcen, ggf. DB-Skripte). Es stehen weder spezialisierte Agenten noch MCP-Server zur Verfügung; nutze nur, was als Datei lesbar ist.

Auftrag

Erzeuge eine konsolidierte Spezifikation auf den drei Ebenen:

  1. StRS - Stakeholder Requirements Specification (fachliche Sicht, Akteure, Geschäftsziele)
  2. SyRS - System Requirements Specification (Systemverhalten, Schnittstellen, Performance-, Sicherheitsanforderungen)
  3. SwRS - Software Requirements Specification (Komponenten, Datenmodelle, Software-interne Regeln)

Ziel ist eine Spezifikation, die als belastbare Basis für eine Web-/SaaS-Neuimplementierung dienen kann.

Vorgehen (statische Analyse, keine Ausführung)

Bearbeite die Schritte 2-6 der RRE-Methodenkette (Scope und Validierung sind manuell vorgegeben):

  1. Artefakterhebung: Erfasse Quellcode, Konfiguration, UI-Texte, Datenbankschemata, Schnittstellenbeschreibungen.
  2. Technische Analyse: Identifiziere Module, Komponenten, Abhängigkeiten, Statusmaschinen, Validierungslogik, Berechtigungsprüfungen.
  3. Semantische Interpretation: Leite fachliche Aussagen aus technischen Implementierungen ab (z. B. Statusübergänge → Geschäftsregel).
  4. Formalisierung: Überführe die Aussagen in klare, testbare Anforderungen.
  5. Traceability-Anreicherung: Verknüpfe jede Anforderung mit konkreten Artefaktbelegen.

Pflicht-Eigenschaften jeder Anforderung

  • Belegpflicht: Jede Anforderung muss mindestens einen konkreten Artefaktbeleg führen (Dateipfad, Klasse/Methode, SQL-Statement, UI-String, Konfigurationseintrag). Anforderungen ohne Beleg sind unzulässig.
  • Belegklassifikation: Kennzeichne jeden Beleg als
    • PRIMÄR (durchgesetzte Regel im Code oder DB-Constraint),
    • SEKUNDÄR (UI-Label, Fehlermeldung, Reportlayout, Mappingtabelle, Konfigurationsschalter),
    • KONTEXT (Kommentar, Commit-Message, Ticketreferenz).
  • Hypothesenmarkierung: Aussagen, die sich nicht eindeutig aus Artefakten ableiten lassen, kennzeichnest du explizit mit [HYPOTHESE] und einer kurzen Begründung, welche Information zur Bestätigung fehlt.
  • Verifizierbarkeit: Jede Anforderung enthält mindestens eine Prüfidee oder ein Akzeptanzkriterium.
  • Eindeutigkeit: Vermeide vage Begriffe ("schnell", "benutzerfreundlich"); definiere domänenspezifische Begriffe beim ersten Auftreten.

Formatvorgabe pro Anforderung

ID:            <StRS|SyRS|SwRS>-<laufende Nummer>
Titel:         <kurzer Titel>
Ebene:         <StRS | SyRS | SwRS>
Typ:           <funktional | nicht-funktional | Schnittstelle | Daten | Sicherheit | ...>
Akteur:        <Rolle / System / Komponente>
Vorbedingung:  <Zustand vor Auslösen>
Aussage:       Das System soll <...>. (klare Soll-Aussage)
Ergebnis:      <erwartetes Ergebnis / Nachbedingung>
Belege:
  - [PRIMÄR]   <Pfad/Klasse/Methode/SQL/UI-String>
  - [SEKUNDÄR] <...>
  - [KONTEXT]  <...>
Prüfidee:      <Akzeptanzkriterium oder Testidee>
Tracelinks:    <verwandte StRS-/SyRS-/SwRS-IDs>
Status:        <belegt | HYPOTHESE>

Traceability

Stelle Forward- und Backward-Traceability zwischen den drei Ebenen her:

  • Jede SwRS-Anforderung referenziert die zugehörige SyRS-Anforderung.
  • Jede SyRS-Anforderung referenziert die zugehörige StRS-Anforderung.
  • Erzeuge zusätzlich eine konsolidierte Traceability-Tabelle (Markdown oder CSV): StRS-ID | SyRS-ID | SwRS-ID | Artefaktbeleg.

Ergebnisstruktur (im aktuellen Arbeitsverzeichnis)

Ergebnisse/
  StRS.md
  SyRS.md
  SwRS.md
  Traceability.md   (oder Traceability.csv)
  Hypothesen.md     (Sammlung aller mit [HYPOTHESE] markierten Aussagen mit offener Frage)
  Glossar.md        (Domänenbegriffe, die in den Anforderungen verwendet werden)
  Analysebericht.md (Modul-/Komponentenübersicht, abgedeckte Bereiche, bekannte Lücken)

Randbedingungen

  • Keine Halluzinationen. Wenn ein Artefakt nicht gelesen oder eine Aussage nicht belegt werden kann, ist das offen zu legen, nicht zu erfinden.
  • Keine Generierung von Code. Es sollen ausschließlich Spezifikationsartefakte entstehen.
  • Keine Annahme nicht vorhandener Tools. Stehen für eine Aussage nur indirekte Belege zur Verfügung, ist die Aussage als [HYPOTHESE] zu kennzeichnen.
  • Migrationsperspektive berücksichtigen. Wenn eine Implementierung erkennbar ein historischer Workaround oder Sonderfall ist, vermerke das im Feld Status (belegt; Workaround), damit es in der späteren Validierung priorisiert geprüft werden kann.
  • Sprache: Deutsch für Anforderungsaussagen, technische Bezeichner (Klassen, Methoden, Spalten) bleiben in ihrer Originalsprache.

Abschluss

Beende den Lauf mit einer kurzen Selbstbewertung im Analysebericht.md:

  • Welche Module wurden vollständig analysiert, welche nur stichprobenhaft, welche gar nicht?
  • An welchen Stellen war der Beleg dünn (hoher Anteil SEKUNDÄR/KONTEXT oder [HYPOTHESE])?
  • Welche Erkenntnisse legen einen Nachschlag in einer Folge-Iteration nahe?