Styleguide V1

This commit is contained in:
2025-11-08 20:36:02 +01:00
parent e4dcfbd6ff
commit af1797496e
21 changed files with 11450 additions and 19 deletions

184
Stilvorlage.md Normal file
View File

@@ -0,0 +1,184 @@
# Stilvorlage
Leitfaden, um den Schreibstil der in `StilVorlagen` vorhandenen Dokumente für KI-gestützte Generierung nachzuahmen. Die Regeln beruhen auf folgenden Quellen (vollständige Texte liegen als `.md` vor):
- Ausarbeitung.md
- DIL_M4_Study Paper_Schwörer_Führung und Schlüsselqualifikation.md
- Diplomarbeit.md
- Protokoll des Versuchs Reaktionskinetik (eigenes)_korrigiert.md
- Protokoll Genetik Praktikum I.md
- Protokoll Versuch A - Nerv V2.md
- Protokoll_Psycho.md
- Seminar System Imunology - Ausarbeitung.md
- Splitstree.md
- Studienarbeit.md
- Vorprotokolll PC-Praktikum Versuchstag 1 - Kinetik2.md
## 1. Gemeinsame Stilprinzipien
1. **Sachlich und direkt:** Kurze bis mittlere Absätze, nüchterner Ton, Fokus auf Fakten und Beobachtungen. Emotionale Sprache vermeiden.
2. **Chronologische Struktur:** Beschreibe Vorgehen Schritt für Schritt (Vorbereitung → Durchführung → Auswertung). Bei theoretischen Arbeiten: Kontext → Problem → Methode → Ergebnis.
3. **Explizite Überschriften:** Jede Sektion erhält eine klare Überschrift (z.B. "Einleitung", "Vorbereitung", "Versuchsdurchführung", "Ergebnis").
4. **Kompakte Sätze mit Fachterminologie:** Begriffe wie "Ligand", "Extinktion", "Kontextfenster" oder "Traceability" werden ohne weitere Popularisierung genutzt.
5. **Listen für Kernaussagen:** Risiken, Ziele, Materialien, Fragen etc. werden häufig als Bullet- oder Nummernlisten dargestellt.
6. **Zeitform und Perspektive:** Vergangene Versuche im Präteritum ("wir führten durch"), allgemeine Beschreibungen im Präsens. Häufig "wir" oder passive Konstruktionen.
7. **Keine Gender-Doppelpunkt-Formen:** Personengruppen werden ohne Doppelpunkte oder Binnen-I angesprochen (z.B. "Entwickler" statt "Entwickler:innen"), analog zu den Vorlagendokumenten.
## 2. Strukturbausteine pro Dokumenttyp
### 2.1 Wissenschaftliche Ausarbeitungen (Ausarbeitung, Seminararbeit, Studienarbeit, Diplomarbeit)
- **Deckblatt-Informationen:** Institution, Lehrstuhl, Titel, Autor:in, Datum.
- **Einleitung:** Kontext, Relevanz, Zielsetzung in 13 Absätzen.
- **Theorie-/Methodenteil:** Beschreibt z.B. Autodock-Energiefunktionen, Kernel-Methoden oder High-Throughput-Techniken.
- **Abschnittstitel wie „Vorbereitung“, „Methodik“, „Ergebnisse“, „Diskussion“** mit kurzen Übergängen.
- **Aufzählungen** für Komponentenlisten (H-Brücken, vdW-Wechselwirkungen etc.).
### 2.2 Protokolle und Praktikumsberichte (Genetik, Reaktionskinetik, Nerv, Psycho, Vorprotokoll)
- **Meta-Block am Anfang:** Titel "Protokoll", Praktikum, Datum, Gruppe, beteiligte Personen.
- **Kurze Einführung** zum Zweck des Versuchs ("Die schnelle interne Informationsweiterleitung … beruht auf Nerven").
- **Materialien/Methoden** als Fließtext oder nummerierte Unterabschnitte.
- **Durchführung in Vergangenheit**, oft mit konkreten Mengen- und Zeitangaben ("2500 µl Puffer … 240 s Extinktion").
- **Kapitelstruktur:** Häufige Reihenfolge „Prolog → Versuchsteil I/II … → Einleitung → Methode → Ergebnisse/Auswertung“. Abschnittsüberschriften stehen meist allein in einer Zeile, manchmal mit Doppelpunkt („Versuchsteil I:“).
- **Auswertung/Ergebnis** folgt mit knapper Interpretation sowie Tabellen mit Spaltenüberschriften und Einheiten.
### 2.3 Seminar- und Proseminarunterlagen (Splitstree, Seminar System Immunology)
- **Doppelte Titelzeilen** („Proseminar: Grundlagen der Bioinformatik / Thema: …“).
- **Betreuerangabe** direkt nach dem Titel.
- **Inhaltsverzeichnis** mit nummerierten Kapiteln und Seiten.
- **Abschnittstitel mit Nummerierung** (1., 2., 2.1, …) in Tabellenform oder als Listen.
### 2.4 Persönliche Reflexions-/Leadership-Notizen (DIL_M4_Study …)
- **Kurzer Claim oder Frage** („Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“).
- **Selbstreflexive Passagen** in Ich-Form möglich, dennoch sachlich.
## 3. Sprachliche Muster
- **Einführungssätze:** "Unsere Aufgabe bestand darin …", "Die schnelle interne Informationsweiterleitung …", "Ziel ist es …"
- **Verbindungswörter:** "Zunächst", "Anschließend", "Darüber hinaus", "Hierzu", "In diesem Versuch".
- **Mess- und Mengenangaben:** Immer in SI-Einheiten mit Zahlenwert und Einheit (µl, s, °C).
- **Umlaute konsequent nutzen** (ä, ö, ü, ß); beim Kopieren auf Konsistenz achten.
- **Fachliche Präzision vor rhetorischer Ausschmückung.**
### 3.1 Häufig verwendete Floskeln und Satzschablonen
- **Kontextsetzung:** "Dieses Dokument beschreibt …", "Im Rahmen des Praktikums wurde … durchgeführt.", "Der vorliegende Abschnitt fasst … zusammen."
- **Aufgabeneinstieg:** "Unsere Aufgabe bestand darin …", "Ziel der Messreihe war …", "Der Versuch diente dazu …"
- **Vorbereitungsphase:** "Vor dem Versuch wurde … eingestellt.", "Zunächst wurden … pipettiert und äquilibriert."
- **Durchführung:** "Anschließend gaben wir … hinzu und starteten die Messung.", "Der Prozess wurde in n Schritten wiederholt."
- **Ergebnisformeln:** "Der beste Lauf erreichte …", "Die Messreihe zeigte …", "Die Abweichung lag unter …"
- **Interpretation/Fazit:** "Die Ergebnisse bestätigen …", "Die Limitation liegt in …", "Damit ist die Grundlage für … geschaffen."
- **Wissensüberleitung:** "Auf Basis dieser Beobachtungen …", "Im nächsten Abschnitt wird … beschrieben."
- **Stakeholder-/Rollenbezug:** "Betreuer: …", "Gruppe B2D", "Autor: Christoph Schwörer" meist als separate Zeilen im Kopfbereich.
### 3.2 Wortwahl und Satzstellung (Diplomarbeit, Splitstree, Studienarbeit)
- **Deutschsprachige wissenschaftliche Wendungen:**
- Häufige Einleitungen sind „In den vergangenen Jahrzehnten ist man …“, „Mittlerweile gibt es …“, „Als Beispiel sei hier … genannt“ (Splitstree.md:3, Splitstree.md:17).
- Formulierungen wie „Hierbei wird … dargestellt“, „Hierzu kann … verwendet werden“, „Dies führt zu …“ strukturieren Argumentationsketten (Studienarbeit.md:48).
- Definitionen folgen dem Muster „Eine Support Vektor Machine (SVM) ist …“ oder „Der klassische Weg … ist …“, wobei erklärende Nebensätze das Verb ans Satzende stellen (Studienarbeit.md:58, Splitstree.md:33).
- Aussagen zu Ergebnissen nutzen „Die Ergebnisse zeigen, dass …“, „Damit eignet sich … als …“, „Somit lässt sich … beobachten“.
- **Angloamerikanische Passagen (Diplomarbeit.md):**
- Der Abstract verwendet selbstreferenzielle Sätze wie „In this work I tried to find …“, „The intent was to see if …“, „The results will show that …“ und kombiniert simple past mit future forms, um Ziel und Ausblick zu koppeln.
- Listen von Methoden werden mit „The first being …, the second …“ eingeleitet; Adverbien wie „concurrent“, „implicitly“ und „respectively“ dienen zur Präzisierung.
- Passive Formulierungen („was attained“, „is used“) dominieren Beschreibungen technischer Abläufe.
- **Wortstellungen und Übergänge:**
- Parataxen mit Doppelpunkt (z.B. „Beispielsweise …:“, „Hierzu kann …:“) leiten Aufzählungen oder Gleichungen ein.
- Einschübe in Klammern dienen der Quellenangabe („(Boser et al. 1992; Cortes and Vapnik 1995)“) oder definieren Symbole.
- Lange Fachsätze trennen Gedanken über Zeilenumbrüche, behalten jedoch das Verb am Satzende, wenn ein Nebensatz vorangestellt ist („Da …, muss … gelöst werden.“).
- **Lexikalische Besonderheiten:**
- Technische Begriffe (z.B. „Quantitative Structure-Activity Relationship“, „Split decomposition“, „feature map“) werden unverändert übernommen, teils mit deutscher Umgebung.
- Maße/Variablen werden konsequent benannt („k-mer“, „RMSD“, „µl“, „s“), häufig zusammen mit erklärenden Textfragmenten („Dies führt zu folgender feature map:“).
- Eigennamen und Rollen erscheinen als separate Zeilen (z.B. Betreuer:innen, Beginn-/Enddatum in Diplomarbeit.md:9).
- **Tonfall:**
- Neutral, teilweise beschreibend-narrativ („Ein Programm, das … ist SplitsTree …“), ohne rhetorische Fragen oder Umgangssprache.
- Selbstreferenzen werden sparsam genutzt („In dieser Arbeit …“, „Diese Studie untersucht …“), in englischen Abschnitten aber durchaus in Ich-Form („I tried to find …“).
### 3.3 Beispielabschnitte zur Stilnachbildung
> **Splitstree (Einleitung):**
> „In den vergangenen Jahrzehnten ist man, nach der Entdeckung der DNA, immer mehr dazu übergegangen Organismen nicht nur anhand ihrer phänotypischen Eigenschaften sondern auch anhand ihres Genotyps zu vergleichen. Mittlerweile gibt es einige gute Verfahren die die Ähnlichkeit und den Verwandtschaftsgrad zweier oder auch mehrerer Organismen bestimmen.“
Merkmale: zweigliedrige Einleitung (historischer Kontext → aktueller Stand), kaum Kommata zwischen Nebensätzen, direkte Überleitung auf Methode.
> **Studienarbeit (Methodik):**
> „Eine Support Vektor Machine (SVM) ist ein Verfahren aus dem Bereich der Mustererkennung zur Klassifikation von Objekten. Diese Objekte werden hierbei durch ihre Eigenschaften … und ihre Klasse repräsentiert. Sind die Datenpunkte … linear separierbar … so ist das Problem trivial … Sind die Daten aber nicht linear separierbar … so muss folgendes Optimierungsproblem gelöst werden.“
Merkmale: Definition + Bedingungssätze, Kombination aus erklärenden Nebensätzen und kurzen Hauptsätzen, konsequente Verwendung mathematischer Verweise.
> **Diplomarbeit (Zusammenfassung, ins Deutsche übertragen):**
> „Diese Arbeit untersucht, ob sich 3D-QSAR-Modelle verbessern lassen, wenn Konformationen mithilfe genetischer Algorithmen optimiert und verschiedene Kernelverfahren kombiniert werden. Der erste Ansatz nutzt vorab berechnete Konformationen, der zweite erzeugt sie implizit während der Optimierung. Die Ergebnisse zeigen, dass Modelle mit guter Generalisierung häufig nicht die aktive Konformation selbst, sondern Strukturen mit minimalem durchschnittlichem Abstand nutzen.“
Merkmale: Dreisatz aus Zielsetzung, Vorgehen, Ergebnis; knappe Verbphrasen („untersucht“, „nutzt“, „zeigen“); keine Ich-Form mehr, obwohl Original englisch war.
> **Protokoll Psychophysik (Prolog + Versuchsteil):**
> „Die Psychophysik, auch subjektive Sinnesphysiologie genannt, unterscheidet sich zur objektiven Sinnesphysiologie darin, dass … Trotz der Subjektivität der Messungen existieren … allgemein gültige Gesetze. … Versuchsteil I: Bestimmung der absoluten Hörschwelle … Der minimale Schalldruckpegel ab dem eine bestimmte Frequenz hörbar ist wird Hörschwelle genannt.“
Merkmale: längere, kommagetrennte Sätze, Fachbegriffe sofort erklärt, Abschnittstitel mit Doppelpunkten, Wechsel zwischen Erläuterung und kurzen Definitionen („Der minimale … wird … genannt.“).
### 3.4 Sprachführung für deutschsprachige Ergebnisse
- Auch wenn Ausgangsdaten englische Passagen enthalten, sollen generierte Texte vollständig deutsch sein. Übernehme lediglich Strukturmerkmale (z.B. Abstract-Logik, Kapitelreihenfolge) und übersetze Fachtermini nur dann, wenn es etablierte deutsche Begriffe gibt; sonst bleiben englische Fachwörter stehen („Kernel“, „Support Vector Machine“).
- Englische Quellenangaben bleiben im Original (Autor:innen + Jahr), werden jedoch in deutsche Satzstruktur eingebettet („(Boser et al. 1992; Cortes und Vapnik 1995)“).
- Vermeide Ich-Form aus der Diplomarbeit, nutze stattdessen „diese Arbeit“ oder Passive.
## 4. Formatierungsrichtlinien
| Element | Vorgabe |
|---------------------------|-------------------------------------------------------------------------|
| Überschriften | Markdown `#`, `##`, ggf. `###`, analog zu Vorlagekapiteln |
| Absätze | Leerzeile zwischen Absätzen, keine eingerückten Zeilen |
| Listen | `-` oder `*` für Bullets, nummerierte Listen für Schritte oder Fragen |
| Tabellen | Nach Bedarf, insbesondere für Parameterübersichten |
| Hervorhebungen | Sparsam `**Fett**` zur Kennzeichnung wichtiger Begriffe |
| Meta-Daten | Block aus kurzen Zeilen (Titel, Datum, Autor, Gruppe) am Dokumentanfang |
- **Bullet-Stil:** In technischen Ausarbeitungen werden häufig Asterisk-Listen eingesetzt („* H-Brücken“). Bei nummerierten Datenreihen Tabellen nutzen, keine Mischformen.
### 4.1 Layoutmuster und visuelle Elemente
- **Inhaltsverzeichnisse:** Nummerierte Kapitel mit Punktketten und Seitenzahlen am rechten Rand (z.B. „1. Einleitung …… 3“). Zwischenüberschriften (2.1, 2.2 …) stehen unterhalb und übernehmen dieselbe Formatierung.
- **Seitenzählung:** In einigen Vorlagen stehen Seitenzahlen mittig oder als „- 3 -“ unterhalb eines Blocks. Bei Bedarf kann diese Darstellung übernommen werden, insbesondere bei Seminararbeiten.
- **Doppelte Titelzeilen:** Für Proseminare/Seminare: „Proseminar: … / Thema: …“ in zwei Zeilen, gefolgt von Autor:in und Betreuer:in.
- **Blockangaben:** Abschnitte wie „Betreuer:“, „Begonnen am:“, „Beendet am:“ oder „Durchgeführt am:“ werden als eigenständige Zeilen mit Doppelpunkt geführt, häufig mit Leerzeile dazwischen.
- **Tabellen- und Abbildungslisten:** Überschriften „List of Figures“/„List of Tables“ (können auf Deutsch als „Abbildungsverzeichnis“, „Tabellenverzeichnis“ umgesetzt werden) mit zweispaltiger Auflistung.
- **Mathematische Einbettungen:** Gleichungen oder Formeln werden nach einem Doppelpunkt eingeführt und ggf. nummeriert; erläuternde Sätze folgen unmittelbar darunter.
## 5. Textbausteine pro Abschnitt
- **Einleitung/Vorbereitung:**
- „Dieses Dokument beschreibt …“
- „Im Rahmen des Praktikums wurde … durchgeführt.“
- **Material/Methoden:**
- „Es wurden X µl Y-Lösung mit Z µl … gemischt.“
- „Als Messgerät kam … zum Einsatz.“
- **Ergebnisse/Auswertung:**
- „Die Messreihe zeigte …“
- „Der beste Lauf erreichte einen RMSD von …“
- **Diskussion/Fazit:**
- „Die Ergebnisse bestätigen …“
- „Die Limitation liegt in …“
## 6. Prompt-Vorlage für KI-Systeme
```
Schreibe einen Abschnitt im Stil der HNU-Stilvorlagen. Beachte:
- Sachlicher, präziser Ton
- Klare Überschrift
- Kurzer Kontextabsatz, gefolgt von Aufzählung oder nummeriertem Ablauf
- Verwende Fachtermini und genaue Mengenangaben, falls relevant
- Schließe mit einem knappen Fazit oder Verweis auf den nächsten Schritt
```
## 7. Qualitätscheckliste
- [ ] Enthält das Dokument eine Meta- oder Einleitungssektion mit Kontext?
- [ ] Sind alle Fachbegriffe korrekt und einheitlich geschrieben?
- [ ] Werden Prozesse chronologisch geschildert?
- [ ] Sind Messwerte und Einheiten vorhanden, wo nötig?
- [ ] Gibt es eine klare Trennung von Vorbereitung, Durchführung, Ergebnis?
- [ ] Wurden Listen eingesetzt, wenn mehrere Punkte genannt werden?
Diese Stilvorlage dient als Referenzdatei für zukünftige KI-Prompts. Ergänzungen können direkt in `Stilvorlage.md` vorgenommen werden, sobald neue Textquellen ausgewertet wurden.