Iteration 3: Modell- und Modusraster erweitert, Skill 7.0.0, V2/V3 vorbereitet

Neue gueltige Zellen in Iteration 3
- claude-opus-5/solo/high: 363 Anforderungen, 99,7 % mit Primaerbeleg,
  Belege je Anforderung Median 2,0, 38,1 Mio. Tokens
- claude-fable-5/solo/high: 241 Anforderungen, 98,3 % mit Primaerbeleg,
  89,0 % PRIMAER-Anteil, vollstaendig regelkonform, 30,6 Mio. Tokens

Damit sind 6 von 12 Zellen des Rasters belegt. Zwei Befunde daraus:

Die Belegdichte folgt dem Modell, nicht dem Effort. Opus erreicht Median 2,0
auch auf high; alle 44 Sonnet-Laeufe lagen bei 1,0. max hebt Opus auf 3,0.
Die frueher dem Effort zugeschriebene Verdopplung ist damit eingegrenzt.

Die Fable-Modellverletzung ist reproduziert und abgegrenzt. Bei builtin laufen
die Subagenten auf claude-opus-5[1m] statt Fable (zweiter Fall nach Iteration 1),
bei solo dagegen sauber. Nicht das Modell ist die Ursache, sondern Fable in
Kombination mit Delegation.

Fehlmessungen, vollstaendig protokolliert
- vier 429-Abbrueche (Session-Kontingent) aus dem Parallelblock 19:59;
  drei davon mit Teilbestand, einer ohne Ergebnis
- opus-5/builtin/high zum dritten Mal gescheitert: 790,7 Mio. Tokens ueber drei
  Anlaeufe ohne Artefakt. Zelle mit dieser Prompt-Version nicht messbar.

Skill 7.0.0 (MAJOR)
- Isolationsmechanismus modusabhaengig: --safe-mode schaltet MCP-Server und
  Custom-Agenten ab und ist mit V2/V3 unvereinbar. Smoke-Test verifiziert:
  mit Flag spawned=0, ohne Flag spawned=2. Ersatz fuer custom/MCP:
  --strict-mcp-config plus --disallowedTools Skill WebSearch WebFetch SlashCommand.
- 6.1.0: Pflichtpruefung leeres Ergebnisverzeichnis = Fehlmessung unabhaengig von
  is_error; CLAUDE_CODE_PRINT_BG_WAIT_CEILING_MS=0; Protokollfeld Gueltigkeit
- extract-subagenten.py: Start-Quittung wird nicht mehr als Ertragsmass ausgewiesen

Versuch 2 und 3 vorbereitet
- Prompt-Kette V1 -> V2 (02-A, angepasst an Agentendateien) -> V3 (02-B, MCP)
- V2: acht Rollen inkl. nicht delegierendem ISO-29148-Orchestrator
- V3: elf Rollen, fuenf Werkzeugserver, neue Belegklasse LAUFZEIT

Ablaufprotokoll um Phase 6 und 7 sowie die Vorbereitung von V2/V3 ergaenzt.

Co-Authored-By: Claude Opus 5 (1M context) <noreply@anthropic.com>
This commit is contained in:
Christoph Schwörer
2026-08-27 08:03:00 +02:00
co-authored by Claude Opus 5
parent affde3a45f
commit 3d5b691bfa
89 changed files with 39498 additions and 104 deletions
@@ -1,67 +1,39 @@
# Messprotokoll – Versuch 01 (V1 Baseline, Prompt-only) – Iteration 02
# Messprotokoll – Versuch 01 (V1b Baseline mit werkzeugeigenen Agenten) – Prompt-Version 02
> ## ⚠ FEHLMESSUNG – nicht für Auswertungen verwenden
>
> Der Lauf meldet `is_error: false` und `subtype: success`, hat aber **null Ergebnisdateien** erzeugt. Der Headless-Modus brach nach 600 Sekunden ab, während zehn Hintergrund-Subagenten noch arbeiteten. Verbraucht wurden dabei **193.399.648 Tokens**. Der Lauf ist für jede inhaltliche Auswertung unbrauchbar; sein Verbrauch ist real und wird ausgewiesen.
## Lauf
- **Prompt-Datei:** `Versuche/Versuch_01/02_Prompt.md`
- **Iteration:** 02 – vom User ausdrücklich benannt; entspricht zugleich der Regel „höchste
vorhandene Iterationsnummer". Wiederholungslauf zur Varianzbestimmung in derselben Zelle.
- **Prompt-Version:** 02
- **SHA-256 (Prompt):** `F9B2A1AAB45DDCB87E905B83F24D7B1C7860D81CA07E503E51222E266E0D7849`
- **Startzeit:** 2026-08-26T16:00:49.2361402+02:00
- **Endzeit:** 2026-08-26T16:21:48.6873493+02:00
- **Dauer gesamt:** 0:20:59 (`duration_ms` 0:10:57; API: 3:49:48)
— **im Parallelbetrieb erhoben, nicht für Laufzeitvergleiche verwendbar**
- **Root-Verzeichnis:** `c:\DEV\MasterArbeit\QuellCode\CentronERP` (24.662 versionierte Dateien)
- **Codebasis-Commit:** `7df384f6d2e7249dc914a74e299fe7fa71ece748` (dirty: nein)
- **Snapshot-Zustand:** bereinigt von KI-Konfigurationen: ja (Prüfmuster ohne Treffer);
die Codebasis ist seit Commit `f045b99a` kein eigenes Repository mehr, sondern Teil des
Arbeitsrepos – der Vorher/Nachher-Vergleich läuft deshalb pfadskopiert
- **Snapshot-Zusatzartefakte:** keine – der Snapshot entspricht dem Commit-Stand
- **Prompt-Repo-Commit:** `7df384f6d2e7249dc914a74e299fe7fa71ece748`
- **Startzeit:** 2026-08-26T16:00:44.0+02:00
- **Endzeit:** 2026-08-26T16:21:43.0+02:00
- **Dauer gesamt:** 00:20:59 — im Parallelbetrieb erhoben, nicht für Laufzeitvergleiche verwendbar
- **Root-Verzeichnis:** `c:\DEV\MasterArbeit\QuellCode\CentronERP`
- **Codebasis-Commit:** `f349d189c735a87f5829bc93f67991320061a2c0` (dirty: nein)
- **Snapshot-Zustand:** bereinigt von KI-Konfigurationen: ja; enthält `SSMS_DB_SCHEMA.sql`
(SHA-256 `ED7F21250E868577572B4CADA53C132F7433C74270BF9B59E817CCEC6B1FA8DB`)
## Werkzeugkonfiguration
- **Skill-Version:** 4.5.0
- **Skill-Version:** 4.5.0 (Laufzeit); Gültigkeitsprüfung nachträglich mit 6.1.0 eingeführt
- **Claude-Code-Version:** 2.1.246
- **CLI-Pfad:** `C:\Users\ChristophSchwoerer\.vscode\extensions\anthropic.claude-code-2.1.246-win32-x64\resources\native-binary\claude.exe`
- **Modell (angefordert):** `claude-opus-5`
- **Modelle (tatsächlich eingesetzt):** `claude-opus-5` 193.392.662 Tokens (100.00 %), `claude-haiku-4-5-20251001` 6.986 Tokens (0.00 %)
- **Kontrolle Modell:** bestanden – ausschließlich das angeforderte Modell plus Haiku als zulässiger interner Hilfsaufruf
- **Effort:** `high` (per `--effort high` gesetzt)
- **Laufverzeichnis-ID:** `v4.5.0-116d`
- **Ablage:** `Iteration 3/claude-opus-5/builtin/high/`
- **Parallele Läufe:** **ja** – zeitgleich liefen:
- `Iteration 3/claude-opus-5/builtin/high/02_Lauf_2026-08-26_160037_v4.5.0-9d9e`
Die Zeitangaben dieses Laufs sind daher **nicht** für Laufzeitvergleiche zu verwenden. Tokenverbrauch, Anforderungszahl, Belegkennzahlen und Denials bleiben unverzerrt.
- **Kontrolle Modell:** bestanden – ausschließlich `claude-opus-5` plus Haiku-Hilfsaufrufe
- **Effort:** `high`
- **Agentenmodus:** `builtin` (V1b)
- **Kontextfenster:** 1.000.000 Tokens; `maxOutputTokens` 64.000
- **Sampling-Parameter:** nicht steuerbar über die CLI, nicht erfasst
- **Nur bei lokalem Modellbetrieb:** entfällt (Cloud-Inferenz, `provider: firstParty`)
- **Permission-Mode:** `acceptEdits`
- **Toolfreigabe:** `--allowedTools "Bash" "PowerShell"` /
`--disallowedTools` 33er-Denylist (schreibende und bauende Kommandos). Der Modus `builtin` fügt keine weiteren Sperren hinzu – die werkzeugeigenen Subagenten sind zugelassen.
- **Toolfreigabe:** `--allowedTools "Bash" "PowerShell"` / 33er-Denylist
- **Isolationsmechanismus:** `--safe-mode`, `--strict-mcp-config`
- **MCP-Server / Agentendateien:** keine – aus dem Snapshot entfernt, zusätzlich `--safe-mode`
- **Subagenten:** 20 gestartet (10 × `Explore`, 10 × `general-purpose`), 10 abgeschlossen, 0 fehlgeschlagen; 20 im Hintergrund gestartet
- **Verschachtelung:** `spawned` = 20, davon `spawned_by_subagents` = 10, `max_depth` = 2. Bei `max_depth` > 1 sind die Tokens der tieferen Ebenen in „Tokens gesamt" enthalten, ihre Prompts jedoch **nicht** in `_meta\subagenten.md`.
- **Verbrauchsanteil der Subagenten:** `usage` (nur Hauptagent) 2.124.147 Tokens gegenüber `modelUsage` 193.399.648 Tokens – auf die Subagenten entfallen 191.275.501 Tokens (98.9 %).
## Validierungsstichprobe
- **Größe:** noch nicht festgelegt
- **Ziehungsverfahren:** noch nicht festgelegt
- **Validatoren:** noch nicht festgelegt
- **Stand:** noch nicht gezogen
- **Parallele Läufe:** ja – der jeweils andere Lauf dieser Zelle
- **Subagenten:** 20 gestartet (10 × `Explore`, 10 × `general-purpose`), 10 abgeschlossen, 0 fehlgeschlagen
- **Verschachtelung:** `spawned` = 20, davon `spawned_by_subagents` = 10,
`max_depth` = 2, am Nebenläufigkeitslimit abgewiesen: 5
## Verbrauch
### Hauptagent (`usage`)
| Messgröße | Wert |
|---|---:|
| Input-Tokens | 44 |
| Output-Tokens | 65.246 (davon 9.113 Thinking-Tokens) |
| Cache-Write-Tokens | 123.977 |
| Cache-Read-Tokens | 1.934.880 |
| Agent-Turns | 44 |
### Gesamtlauf inkl. Subagenten (`modelUsage`, abrechnungsrelevant)
| Messgröße | `claude-opus-5` | `claude-haiku-4-5-20251001` | Summe |
|---|---:|---:|---:|
| Input-Tokens | 2.604 | 6.960 | 9.564 |
@@ -70,34 +42,56 @@
| Cache-Read-Tokens | 187.592.610 | 0 | 187.592.610 |
| **Tokens gesamt** | **193.392.662** | **6.986** | **193.399.648** |
**Tokens gesamt: 193.399.648** — Input + Output + Cache-Write + Cache-Read über alle Modelle.
Das ist die **berichtete Aufwandsgröße** der Versuchsreihe. `total_cost_usd` bleibt unberührt in
`RawResult.json` erhalten, wird aber nicht ins Protokoll übernommen: Token sind modell- und
preisunabhängig und bleiben damit über Preisänderungen und Modellwechsel hinweg vergleichbar.
`usage` erfasst **nur den Hauptagenten**. Der Unterschied zu `modelUsage` ist der Verbrauch
der Subagenten – siehe Feld „Verbrauchsanteil der Subagenten" oben. Für den
abrechnungsrelevanten Gesamtverbrauch gilt ausschließlich `modelUsage`.
**Tokens gesamt: 193.399.648** — Input + Output + Cache-Write + Cache-Read über alle Modelle.
Der Verbrauch ist **real angefallen** und wird deshalb ausgewiesen, obwohl der Lauf ungültig ist.
## Gefundene Anforderungen
Keine Anforderungen im vorgegebenen Format gefunden.
Keine. Der Lauf hat **null** verwertbare Ergebnisdatei(en) erzeugt; eine Auswertung mit
`analyse-anforderungen.py` ist gegenstandslos.
## Ergebnis
- **Status:** erfolgreich (`is_error` = false, `subtype` = `success`, `stop_reason` = `end_turn`, `terminal_reason` = `completed`)
- **Gültigkeit:** **Fehlmessung** – Ergebnisverzeichnis leer, Abbruch durch Hintergrund-Zeitlimit
- **Status:** `is_error` = false, `subtype` = `success`, `stop_reason` = `end_turn`,
`terminal_reason` = `completed`
- **Session-ID:** `ac82faba-7709-4a7c-9881-dcf0cd4faa1c`
- **Permission-Denials:** 1 (1 × `Bash`) – **keines auf `Task`/`Agent`/`Workflow`**. Der Agent hat zu keinem Zeitpunkt zu delegieren versucht; die Modus-Sperre wurde nie ausgelöst.
- **Kontrolle Agentenmodus:** `subagent_stats.spawned` = 20 – Bedingung `solo` **VERLETZT – Fehlmessung**
- **Subagenten-Prompts:** `_meta\subagenten.md` erzeugt
- **Erzeugte Dateien:** 0 Dateien in `Ergebnisse\`:
| Datei | Größe |
|---|---:|
- **Root unverändert:** ja (zeilenendennormalisiert verglichen).
- **Abschlusstext des Agenten:** siehe `RawResult.json` (`result`)
- **Permission-Denials:** 1
- **Erzeugte Dateien:** **keine**
- **Root unverändert:** ja
- **Abschlusstext des Agenten:** „Die Erhebung läuft. … 10 von 12 Agenten arbeiten parallel." – der Agent berichtet einen Zwischenstand, keinen Abschluss.
## Anmerkungen/Auffälligkeiten
<!-- ANMERKUNGEN -->
**1. Stiller Fehlschlag – `is_error` erkennt ihn nicht.** `RawResult.json` meldet
`is_error: false`, `subtype: success`, `stop_reason: end_turn`, `terminal_reason: completed`.
Der einzige maschinelle Hinweis steht in `Stderr.log`:
```
Background tasks still running after 600s; terminating.
Set CLAUDE_CODE_PRINT_BG_WAIT_CEILING_MS=0 to wait indefinitely.
```
Ohne den Blick in `Ergebnisse\` wäre der Lauf als gültiger Messpunkt mit „0 Anforderungen" in
den Modellvergleich eingegangen. Daraufhin wurde in Skill 6.1.0 die Pflichtprüfung ergänzt:
leeres Ergebnisverzeichnis oder Abbruchmeldung in `Stderr.log` bedeutet Fehlmessung,
unabhängig von `is_error`.
**2. Ursache ist eine Wechselwirkung, keine Modelleigenschaft.** Der Hauptagent startete zehn
Subagenten im Hintergrund und beendete seinen eigenen Turn nach 44 Turns. Die Subagenten liefen
weiter, der Headless-Modus wartete 600 s und schnitt sie ab. Die drei Sonnet-`builtin`-Läufe
derselben Iteration starteten ihre Subagenten **ebenfalls durchgängig im Hintergrund**
(6/6, 8/8, 31/31) und lieferten dennoch alle sieben Dateien mit leerem `Stderr` – ihre
Subagenten waren vor Ablauf der Frist fertig. Der Unterschied liegt im Zuschnitt: Opus erteilte
Aufträge von rund 7.700 Zeichen (Sonnet: 1.428–3.656) an zehn Agenten und wollte zwölf.
**3. Vorbeugung ab Skill 6.1.0:** `CLAUDE_CODE_PRINT_BG_WAIT_CEILING_MS=0` im
Ausführungsabschnitt. Das ändert die Versuchsbedingung für künftige `builtin`-Läufe und ist
dort zu vermerken; die bisherigen Läufe liefen unter dem 600-Sekunden-Limit, haben es aber
nie erreicht.
**4. Nebenbefund aus dem Abschlusstext:** Der Agent stellt fest, die Codebasis enthalte „keine
`.git`-Historie und keine SQL-Migrationsskripte". Das trifft zu und gilt für **alle** Läufe:
Seit die Codebasis als Dateien ins Arbeitsrepo übernommen wurde, ist die Entwicklungshistorie
der ERP-Suite nicht erreichbar. Der Prompt fordert sie in Schritt 2 ausdrücklich als
Artefaktquelle – diese Belegquelle steht der gesamten Versuchsreihe nicht zur Verfügung.
@@ -0,0 +1,91 @@
# Messprotokoll – Versuch 01 (V1b Baseline mit werkzeugeigenen Agenten) – Prompt-Version 02
> ## ⚠ FEHLMESSUNG – nicht für Auswertungen verwenden
>
> Der Lauf brach mit `is_error: true` und HTTP 429 ab: „You've hit your session limit". Erzeugt wurde eine einzige Datei (`Glossar.md`) von sieben geforderten. Verbraucht wurden **392.882.986 Tokens** – der mit Abstand höchste Wert der gesamten Versuchsreihe. Zusätzlich ist die **Modellbedingung verletzt**.
## Lauf
- **Prompt-Datei:** `Versuche/Versuch_01/02_Prompt.md`
- **Prompt-Version:** 02
- **SHA-256 (Prompt):** `F9B2A1AAB45DDCB87E905B83F24D7B1C7860D81CA07E503E51222E266E0D7849`
- **Startzeit:** 2026-08-26T16:00:46.8+02:00
- **Endzeit:** 2026-08-26T16:35:37.0+02:00
- **Dauer gesamt:** 00:34:50 — im Parallelbetrieb erhoben, nicht für Laufzeitvergleiche verwendbar
- **Root-Verzeichnis:** `c:\DEV\MasterArbeit\QuellCode\CentronERP`
- **Codebasis-Commit:** `f349d189c735a87f5829bc93f67991320061a2c0` (dirty: nein)
- **Snapshot-Zustand:** bereinigt von KI-Konfigurationen: ja; enthält `SSMS_DB_SCHEMA.sql`
(SHA-256 `ED7F21250E868577572B4CADA53C132F7433C74270BF9B59E817CCEC6B1FA8DB`)
## Werkzeugkonfiguration
- **Skill-Version:** 4.5.0 (Laufzeit); Gültigkeitsprüfung nachträglich mit 6.1.0 eingeführt
- **Claude-Code-Version:** 2.1.246
- **Modell (angefordert):** `claude-opus-5`
- **Modelle (tatsächlich eingesetzt):** `claude-opus-5` 374.348.393 Tokens (95.28 %), `claude-sonnet-5` 18.527.609 Tokens (4.72 %), `claude-haiku-4-5-20251001` 6.984 Tokens (0.00 %)
- **Kontrolle Modell:** **verletzt** – nicht angefordertes Modell `claude-sonnet-5` mit 18.527.609 Tokens (4.72 %)
- **Effort:** `high`
- **Agentenmodus:** `builtin` (V1b)
- **Permission-Mode:** `acceptEdits`
- **Toolfreigabe:** `--allowedTools "Bash" "PowerShell"` / 33er-Denylist
- **Isolationsmechanismus:** `--safe-mode`, `--strict-mcp-config`
- **Parallele Läufe:** ja – der jeweils andere Lauf dieser Zelle
- **Subagenten:** 34 gestartet (24 × `Explore`, 10 × `general-purpose`), 32 abgeschlossen, **1 fehlgeschlagen**
- **Verschachtelung:** `spawned` = 34, davon `spawned_by_subagents` = 24,
`max_depth` = 2, am Nebenläufigkeitslimit abgewiesen: 22
## Verbrauch
| Messgröße | `claude-opus-5` | `claude-sonnet-5` | `claude-haiku-4-5-20251001` | Summe |
|---|---:|---:|---:|---:|
| Input-Tokens | 4.038 | 296 | 6.962 | 11.296 |
| Output-Tokens | 1.970.258 | 136.253 | 22 | 2.106.533 |
| Cache-Write-Tokens | 8.663.246 | 665.977 | 0 | 9.329.223 |
| Cache-Read-Tokens | 363.710.851 | 17.725.083 | 0 | 381.435.934 |
| **Tokens gesamt** | **374.348.393** | **18.527.609** | **6.984** | **392.882.986** |
**Tokens gesamt: 392.882.986** — Input + Output + Cache-Write + Cache-Read über alle Modelle.
Der Verbrauch ist **real angefallen** und wird deshalb ausgewiesen, obwohl der Lauf ungültig ist.
## Gefundene Anforderungen
Keine. Der Lauf hat eine von sieben verwertbare Ergebnisdatei(en) erzeugt; eine Auswertung mit
`analyse-anforderungen.py` ist gegenstandslos.
## Ergebnis
- **Gültigkeit:** **Fehlmessung** – API-Abbruch (HTTP 429, Session-Limit) und verletzte Modellbedingung
- **Status:** `is_error` = true, `subtype` = `success`, `stop_reason` = `stop_sequence`,
`terminal_reason` = `api_error`
- **Session-ID:** `d23d004f-5de4-47d7-a3c9-dbc25dafbe27`
- **Permission-Denials:** 0
- **Erzeugte Dateien:** `Glossar.md` (22.279 B) – von sieben geforderten Artefakten
- **Root unverändert:** ja
- **Abschlusstext des Agenten:** „You've hit your session limit · resets 5:40pm (Europe/Berlin)"
## Anmerkungen/Auffälligkeiten
**1. Abbruch durch Kontingentgrenze, nicht durch einen Fehler im Lauf.**
`terminal_reason: api_error`, `api_error_status: 429`. Der Lauf hatte zu diesem Zeitpunkt bereits
392,9 Mio. Tokens verbraucht – mehr als das Doppelte des bisher teuersten gültigen Laufs
(150,3 Mio., Fable/`builtin` aus Iteration 1). Auffällig ist die Diskrepanz zwischen
`duration_ms` (446 ms) und `duration_api_ms` (25.332.446 ms ≈ 7:02 h): Letzteres ist die Summe
der nebenläufigen Anfragen aller 34 Subagenten, nicht die Wanduhrzeit von 34:50.
**2. Modellbedingung verletzt – zweiter dokumentierter Fall der Reihe.** Angefordert war
`claude-opus-5`; `modelUsage` weist zusätzlich **`claude-sonnet-5` mit 18.527.609 Tokens
(4,72 %)** aus. Der erste Fall war Fable + `builtin` in Iteration 1, wo 91 % des Verbrauchs auf
`claude-opus-5[1m]` entfielen. Beide Fälle betreffen **ausschließlich den Modus `builtin`**:
`--model` steuert den Hauptagenten, nicht zwingend die Subagenten. Bei 34 Subagenten
(24 `Explore`, 10 `general-purpose`) ist plausibel, dass die `Explore`-Agenten auf einem
anderen Modell liefen. **Konsequenz für die Versuchsplanung: Bei `builtin` ist die
Modellbedingung nicht allein über `--model` herstellbar.** Für einen sauberen Modellvergleich
ist entweder `solo` zu verwenden oder die Modellbindung der Subagenten gesondert zu belegen.
**3. Extremste Delegation der Reihe:** 34 Subagenten, davon **24 von Subagenten gestartet**
(`max_depth` = 2), 22 weitere am Nebenläufigkeitslimit abgewiesen, einer fehlgeschlagen. Die
Prompts der 24 Enkel-Agenten sind nicht erfasst – sie liegen in Transkripten, die zwar als
Dateien angelegt, aber leer bleiben.
**4. Zusammen mit `116d` sind in dieser Zelle rund 586 Mio. Tokens ohne verwertbares Ergebnis
angefallen.** Die Kombination Opus + `builtin` + Prompt-Version 02 hat in beiden Läufen zu einer
Delegationstiefe geführt, die weder das Zeitlimit des Headless-Modus noch das Session-Kontingent
trägt. Vor einer Wiederholung ist zu entscheiden, ob die Zelle überhaupt sinnvoll messbar ist.
@@ -0,0 +1,90 @@
# Messprotokoll – Versuch 01 (V1b Baseline mit werkzeugeigenen Agenten) – Prompt-Version 02
> ## ⚠ FEHLMESSUNG – nicht für Auswertungen verwenden
>
> Der Lauf brach mit `is_error: true` und HTTP 429 ab: „You've hit your session limit ·
> resets 10:50pm (Europe/Berlin)". Erzeugt wurden **null Ergebnisdateien**. Verbraucht wurden
> bis zum Abbruch **204.385.225 Tokens**.
## Lauf
- **Prompt-Datei:** `Versuche/Versuch_01/02_Prompt.md`
- **Prompt-Version:** 02
- **SHA-256 (Prompt):** `F9B2A1AAB45DDCB87E905B83F24D7B1C7860D81CA07E503E51222E266E0D7849`
- **Startzeit:** 2026-08-26T20:00:13.2974808+02:00
- **Endzeit:** 2026-08-26T20:31:25.0410574+02:00
- **Dauer gesamt:** 00:07:4x — bis zum Kontingentabbruch
- **Root-Verzeichnis:** `c:\DEV\MasterArbeit\QuellCode\CentronERP`
- **Codebasis-Commit:** `f349d189c735a87f5829bc93f67991320061a2c0` (dirty: nein)
- **Snapshot-Zustand:** bereinigt von KI-Konfigurationen: ja; enthält `SSMS_DB_SCHEMA.sql`
## Werkzeugkonfiguration
- **Skill-Version:** 7.0.0
- **Claude-Code-Version:** 2.1.246
- **Modell (angefordert):** `claude-opus-5`
- **Modelle (tatsächlich eingesetzt):** `claude-opus-5` 204.378.242 (100.00 %), `claude-haiku-4-5-20251001` 6.983 (0.00 %)
- **Kontrolle Modell:** bestanden
- **Effort:** `high`
- **Agentenmodus:** `builtin` (V1b)
- **Isolationsmechanismus:** `--safe-mode`, `--strict-mcp-config`
- **Hintergrund-Wartezeit:** `CLAUDE_CODE_PRINT_BG_WAIT_CEILING_MS=0`
- **Parallele Läufe:** **ja** – alle vier Läufe der Welle liefen gleichzeitig
- **Subagenten:** 24 gestartet (11 × `Explore`, 13 × `general-purpose`), `max_depth` = 2
## Verbrauch
| Messgröße | `claude-opus-5` | `claude-haiku-4-5-20251001` | Summe |
|---|---:|---:|---:|
| Input-Tokens | 2.786 | 6.960 | 9.746 |
| Output-Tokens | 1.554.538 | 23 | 1.554.561 |
| Cache-Write-Tokens | 5.985.107 | 0 | 5.985.107 |
| Cache-Read-Tokens | 196.835.811 | 0 | 196.835.811 |
| **Tokens gesamt** | **204.378.242** | **6.983** | **204.385.225** |
**Tokens gesamt: 204.385.225** — real angefallen und deshalb ausgewiesen, obwohl der Lauf ungültig ist.
## Gefundene Anforderungen
Keine. Das Ergebnisverzeichnis ist leer; eine Auswertung ist gegenstandslos.
## Ergebnis
- **Gültigkeit:** **Fehlmessung** – API-Abbruch (HTTP 429, Session-Kontingent); Ergebnisverzeichnis leer
- **Status:** `is_error` = true, `terminal_reason` = `api_error`, `api_error_status` = 429
- **Session-ID:** `7312f1e5-98fe-447a-8150-f9c8427bf0f7`
- **Turns:** 1
- **Permission-Denials:** 0
- **Erzeugte Dateien:** **keine**
- **Root unverändert:** ja
- **Abschlusstext des Agenten:** „You've hit your session limit · resets 10:50pm (Europe/Berlin)"
## Anmerkungen/Auffälligkeiten
**1. Kontingentabbruch, nicht Laufversagen.** Vier Läufe wurden am 26.08. um 19:59 gleichzeitig
gestartet; alle vier liefen in dieselbe Grenze. Zusammen hatten sie zu diesem Zeitpunkt
297,4 Mio. Tokens verbraucht, davon allein 204,4 Mio. im Lauf `45dd`. Die Parallelität von vier
Läufen – darunter einer mit extremer Delegation – hat das Kontingent gerissen.
**2. Konsequenz für den Versuchsaufbau:** Die verbleibenden Zellen werden **seriell** gefahren.
Der erste serielle Lauf danach (`opus-5/solo/high`, `2269`) lief mit 38,1 Mio. Tokens sauber durch.
**3. Dritter Totalausfall derselben Zelle.** `opus-5/builtin/high` ist damit dreimal
gescheitert, ohne je ein Artefakt zu liefern:
| Lauf | Abbruch | Subagenten | Tokens |
|---|---|---:|---:|
| `116d` | 600-s-Zeitlimit für Hintergrund-Subagenten | 20 (10 verschachtelt) | 193,4 Mio. |
| `9d9e` | Kontingent (HTTP 429) | 34 (24 verschachtelt) | 392,9 Mio. |
| `45dd` | Kontingent (HTTP 429) | 24 | 204,4 Mio. |
| | | **Summe** | **790,7 Mio.** |
Das Muster ist jedes Mal identisch: Opus zerlegt die Aufgabe in 20 bis 34 Subagenten, beendet
seinen eigenen Turn nach einem einzigen Turn und überlässt die Arbeit den Hintergrundagenten.
Die in Skill 6.1.0 eingeführte Einstellung `CLAUDE_CODE_PRINT_BG_WAIT_CEILING_MS=0` hat das
Zeitlimit beseitigt – der Lauf scheiterte diesmal am Kontingent, das die Delegationsbreite
erzeugt.
**4. Die Zelle ist mit dieser Prompt-Version und diesem Modell nicht messbar.** Drei
reproduzierbare Ausfälle sind als Grenzbefund über die Delegation aussagekräftiger als ein
vierter Versuch. Ein weiterer Anlauf wäre nur mit gedrosselter Nebenläufigkeit
(`CLAUDE_CODE_MAX_CONCURRENT_SUBAGENTS`) sinnvoll – das wäre allerdings eine geänderte
Werkzeugkonfiguration und damit nicht mehr mit den Sonnet-`builtin`-Läufen vergleichbar.
@@ -0,0 +1 @@
{"is_error":true,"duration_api_ms":18953757,"num_turns":1,"stop_reason":"stop_sequence","session_id":"7312f1e5-98fe-447a-8150-f9c8427bf0f7","total_cost_usd":175.15875799999992,"usage":{"output_tokens_details":{"thinking_tokens":0},"input_tokens":0,"cache_creation_input_tokens":0,"cache_read_input_tokens":0,"output_tokens":0,"server_tool_use":{"web_search_requests":0,"web_fetch_requests":0},"service_tier":"standard","cache_creation":{"ephemeral_1h_input_tokens":0,"ephemeral_5m_input_tokens":0},"inference_geo":"","iterations":[],"speed":"standard"},"modelUsage":{"claude-haiku-4-5-20251001":{"inputTokens":6960,"outputTokens":23,"cacheReadInputTokens":0,"cacheCreationInputTokens":0,"webSearchRequests":0,"costUSD":0.007075,"contextWindow":200000,"maxOutputTokens":32000,"canonicalModel":"claude-haiku-4-5","provider":"firstParty","costBasis":"list"},"claude-opus-5":{"inputTokens":2786,"outputTokens":1554538,"cacheReadInputTokens":196835811,"cacheCreationInputTokens":5985107,"webSearchRequests":0,"costUSD":175.15168299999993,"contextWindow":1000000,"maxOutputTokens":64000,"canonicalModel":"claude-opus-5","provider":"firstParty","costBasis":"list"}},"permission_denials":[],"terminal_reason":"api_error","fast_mode_state":"off","fast_mode_disabled_reason":"extra_usage_disabled","origin":{"kind":"task-notification"},"subagent_stats":{"spawned":24,"requested":{"background":0,"foreground":0,"unset":24},"started_in_background":24,"max_depth":2,"spawned_by_subagents":11,"completed":10,"failed":14,"killed":{"parent":0,"user":0,"system":0},"refused":{"depth_limit":0,"concurrency_limit":7,"budget":0},"by_type":{"general-purpose":13,"Explore":11}},"subtype":"success","api_error_status":429,"result":"You've hit your session limit · resets 10:50pm (Europe/Berlin)","type":"result","duration_ms":357,"uuid":"d880473e-010c-4790-bd6c-7be798a324e7","queued_turn_count":0}
@@ -0,0 +1,178 @@
# Versuch 01 - Baseline (Prompt-only) - Iteration 02
## Metadaten
- **Versuch:** V1 Baseline (Prompt-only)
- **Iteration:** 02 (erste Überarbeitung nach Auswertung von Iteration 01)
- **Codebasis:** c-entron ERP-Suite (Windows, C#/XAML, MSSQL)
- **Zeitstempel:** 2026-08-26
- **Vorgänger:** `01_Prompt.md` (SHA-256 `1B0DB06B…3C02FF`), 24 Läufe an Tag 1
- **Änderungsgrund:** Auswertung der 24 Läufe von Tag 1 über 3.287 erzeugte Anforderungen. Jede Änderung ist an einen gemessenen Befund gekoppelt:
| Änderung | Auslösender Befund |
|---|---|
| Modulinventar als Pflicht-Vorstufe, Mindestabdeckung je Modul, Vertiefung erst danach | Anforderungszahl schwankte je Lauf zwischen 42 und 325 (Faktor 5,9); 55 bis 60 von rund 85 Modulen blieben unanalysiert; die Modultabellen der Analyseberichte reichten von 0 bis 51 Zeilen |
| Hypothesenpflicht kalibriert, `Hypothesen.md` deckungsgleich mit den Inline-Markierungen | Zwei Läufe meldeten null Hypothesen bei 71 bzw. 148 Anforderungen; der Anteil schwankte zwischen 0 % und 26,2 %; mehrfach wichen Sammeldatei und Inline-Markierungen voneinander ab |
| Primärbeleg muss die durchsetzende Stelle benennen | 45,9 % aller Anforderungen trugen genau einen Beleg; in einem Lauf waren 5 von 31 risikorelevanten Anforderungen weder mit `PRIMÄR` noch als `[HYPOTHESE]` gedeckt |
| Belegpflicht verschärft: ohne Beleg keine Anforderung | Eine Anforderung wurde ohne jeden Beleg geschrieben |
| Konsolidierungsbegriff an einem Beispiel kalibriert | Anteil der Konsolidierungskandidaten schwankte je Lauf zwischen 2,4 % und 35,2 % |
| Eigenes Feld `Qualitätsmerkmal` für die ISO-25010-Zuordnung | Die Zuordnung war gefordert, hatte aber keinen Ablageort: nur 33 von 313 nicht-funktionalen Anforderungen führten sie als eigene Angabe |
| Risikoanforderungen im Konsistenzcheck auflisten | Verstöße gegen die risikobasierte Priorisierung fielen erst in der nachgelagerten Auswertung auf, nicht im Lauf selbst |
Unverändert bleiben Prüfidee, Tracelinks, Belegklassifikation und das Blockformat: Prüfidee und Tracelinks waren in **allen** 3.287 Anforderungen gesetzt, 78,6 % der Belege waren `PRIMÄR`.
> Dieser Prompt enthält ausschließlich die **Analyseanweisung** und ist damit unabhängig von einem
> bestimmten Werkzeug oder Modell einsetzbar. Welche Werkzeuge im jeweiligen Lauf zur Verfügung
> stehen und wohin die Ergebnisse geschrieben werden, stellt der Versuchsaufbau beim Start bei.
---
## Prompt
Du bist ein Requirements Engineer im Reverse Requirements Engineering eines Legacy-ERP-Systems. Erzeuge aus der vorliegenden Codebasis eine Anforderungsspezifikation nach **ISO/IEC/IEEE 29148:2018**. Arbeite ausschließlich auf den im Arbeitsverzeichnis liegenden Artefakten (Quellcode, Konfiguration, UI-Ressourcen, ggf. DB-Skripte). Nutze nur Informationen, die du aus diesen Artefakten gewinnen kannst.
### Auftrag
Erzeuge eine konsolidierte Spezifikation auf den drei Ebenen:
1. **StRS** - Stakeholder Requirements Specification (fachliche Sicht, Akteure, Geschäftsziele)
2. **SyRS** - System Requirements Specification (Systemverhalten, Schnittstellen, Performance-, Sicherheitsanforderungen)
3. **SwRS** - Software Requirements Specification (Komponenten, Datenmodelle, Software-interne Regeln)
Ziel ist eine Spezifikation, die als belastbare Basis für eine Web-/SaaS-Neuimplementierung dienen kann.
### Scope (Schritt 1 der RRE-Methodenkette, manuell vorgegeben)
Der Untersuchungsgegenstand ist die **gesamte Codebasis** im Arbeitsverzeichnis. Es gilt bewusst keine Modulbeschränkung: Alle Module, Datenobjekte und Prozesse sind gleichrangig zu erfassen.
**Breite geht vor Tiefe.** Ein fehlendes Requirement führt bei einer Neuimplementierung zu Funktionsverlust; eine oberflächlich erfasste Funktion lässt sich dagegen nachschärfen. Erfasse deshalb zuerst die gesamte Breite und vertiefe erst danach. Halte dich an die Reihenfolge aus dem Abschnitt **Vorgehen**: erst Inventar, dann Mindestabdeckung, dann Vertiefung.
### Vorgehen (statische Analyse, keine Ausführung)
Bearbeite die Schritte 2-6 der RRE-Methodenkette (Schritt 1 Scope ist oben vorgegeben, Schritt 7 Validierung erfolgt manuell durch Fachexperten). Vorgeschaltet ist eine verbindliche Inventarisierung:
**Schritt 0 - Modulinventar (vor der ersten Anforderung).** Verschaffe dir zuerst einen vollständigen Überblick über den Untersuchungsgegenstand und lege ihn im `Analysebericht.md` als Tabelle ab: fachliches Modul beziehungsweise Komponente, Pfad im Arbeitsverzeichnis, ein Satz zur fachlichen Aufgabe. Das Inventar wird erstellt, **bevor** die erste Anforderung formuliert wird. Es ist die Bezugsgröße für die Abdeckung und darf später ergänzt, aber nicht gekürzt werden.
**Schritt 0b - Mindestabdeckung.** Jedes Modul des Inventars erhält **mindestens eine** Anforderung, bevor irgendein Modul vertieft wird. Lässt sich für ein Modul keine belegbare Anforderung bilden, führe es im Inventar als `nicht analysiert` mit einer kurzen Begründung. Ein Modul ohne Anforderung und ohne Begründung ist unzulässig.
**Schritt 0c - Vertiefung nach Risiko.** Erst wenn die Mindestabdeckung steht, vertiefe einzelne Module. Beginne dort, wo Sicherheitsregeln, Abrechnungs- und Fakturierungslogik oder Berechtigungsprüfungen liegen.
2. **Artefakterhebung:** Erfasse Quellcode, Konfiguration, UI-Texte, Datenbankschemata, Schnittstellenbeschreibungen sowie Change-Historie und Projektartefakte (Commit-Messages, Tickets, Release Notes, Migrationsnotizen), soweit als Datei lesbar.
3. **Technische Analyse:** Identifiziere Module, Komponenten, Abhängigkeiten, Statusmaschinen, Validierungslogik, Berechtigungsprüfungen.
4. **Semantische Interpretation:** Leite fachliche Aussagen aus technischen Implementierungen ab (z. B. Statusübergänge → Geschäftsregel).
5. **Formalisierung:** Überführe die Aussagen in klare, testbare Anforderungen mit Kontext, Vorbedingung und Ergebnis.
6. **Traceability-Anreicherung:** Verknüpfe jede Anforderung mit konkreten Artefaktbelegen.
### Pflicht-Eigenschaften jeder Anforderung
- **Belegpflicht:** Jede Anforderung **muss** mindestens einen konkreten Artefaktbeleg führen (Dateipfad, Klasse/Methode, SQL-Statement, UI-String, Konfigurationseintrag). Jeder Beleg erhält eine kurze Begründung, warum er die Aussage trägt. Lässt sich eine Aussage nicht belegen, **schreibe die Anforderung nicht** - erfasse den offenen Punkt stattdessen als Hypothese. Eine Anforderung ohne Beleg ist unter keinen Umständen zulässig.
- **Trennung von Fakt und Interpretation:** Die belegte technische Beobachtung (Feld `Fakt`) wird getrennt von der fachlichen Interpretation (Feld `Aussage`) dokumentiert, damit nachvollziehbar bleibt, was im Artefakt steht und was daraus geschlossen wurde.
- **Risikobasierte Priorisierung:** Anforderungen zu Sicherheitsregeln, Abrechnungs-/Fakturierungslogik und Berechtigungen unterliegen strengeren Evidenzanforderungen: Sie benötigen mindestens einen `PRIMÄR`-Beleg, andernfalls sind sie zwingend als `[HYPOTHESE]` zu kennzeichnen. Ein `PRIMÄR`-Beleg benennt hier die **durchsetzende Stelle** - Datei, Klasse, Methode und die konkrete Prüfung, Bedingung oder das Constraint. Ein Verweis auf eine Datei ohne Angabe der prüfenden Stelle genügt für diese Anforderungen nicht.
- **Belegklassifikation:** Kennzeichne jeden Beleg als
- `PRIMÄR` (durchgesetzte Regel im Code oder DB-Constraint),
- `SEKUNDÄR` (UI-Label, Fehlermeldung, Reportlayout, Mappingtabelle, Konfigurationsschalter),
- `KONTEXT` (Kommentar, Commit-Message, Ticketreferenz).
- **Hypothesenmarkierung:** Aussagen, die sich nicht eindeutig aus Artefakten ableiten lassen, kennzeichnest du explizit mit `[HYPOTHESE]` und einer kurzen Begründung, welche Information zur Bestätigung fehlt. Bei einer Codebasis dieser Größe ist eine Analyse ohne jeden offenen Punkt unplausibel: Führst du keine einzige Hypothese, begründe das ausdrücklich in der Selbstbewertung. Umgekehrt ist eine hohe Hypothesenzahl kein Mangel, sondern ein Hinweis auf ehrliche Abgrenzung.
- **Verifizierbarkeit:** Jede Anforderung enthält mindestens eine Prüfidee oder ein Akzeptanzkriterium.
- **Eindeutigkeit:** Vermeide vage Begriffe ("schnell", "benutzerfreundlich"); definiere domänenspezifische Begriffe beim ersten Auftreten.
- **Übernahmewürdigkeit:** Beurteile für jede Anforderung, ob ihre Funktion im Zielsystem erhalten bleiben soll. Unterscheide `übernehmen` (fachlich weiterhin erforderlich), `Workaround` (historisch gewachsene Behelfslösung), `Sonderfall` (Ausnahme für einen einzelnen Kunden, Mandanten oder Altbestand) und `veraltet` (durch neuere Logik abgelöst oder fachlich überholt). Begründe die Einstufung in einem Halbsatz. Diese Angabe steuert die spätere fachliche Priorisierung; eine Fehleinschätzung ist unkritisch, eine fehlende Angabe nicht.
- **Redundanzfreiheit:** Formuliere jede Anforderung so, dass sie von den übrigen klar abgegrenzt ist. Beschreiben zwei Anforderungen dieselbe fachliche Funktion aus unterschiedlicher Perspektive, führe sie zusammen oder grenze sie im Titel und in der Aussage ausdrücklich gegeneinander ab.
### Formatvorgabe pro Anforderung
```
ID: <StRS|SyRS|SwRS>-<laufende Nummer>
Titel: <kurzer Titel>
Ebene: <StRS | SyRS | SwRS>
Typ: <funktional | nicht-funktional | Schnittstelle | Daten | Sicherheit | ...>
Qualitätsmerkmal: <nur bei nicht-funktionalen Anforderungen: ISO-25010-Merkmal, sonst leer>
Akteur: <Rolle / System / Komponente>
Vorbedingung: <Zustand vor Auslösen>
Fakt: <belegte technische Beobachtung, z. B. Statusübergang, Constraint, Prüfung>
Aussage: Das System soll <...>. (fachliche Interpretation als klare Soll-Aussage)
Ergebnis: <erwartetes Ergebnis / Nachbedingung>
Belege:
- [PRIMÄR] <Pfad/Klasse/Methode/SQL/UI-String> - Begründung: <warum trägt der Beleg die Aussage>
- [SEKUNDÄR] <...> - Begründung: <...>
- [KONTEXT] <...> - Begründung: <...>
Prüfidee: <Akzeptanzkriterium oder Testidee>
Tracelinks: <verwandte StRS-/SyRS-/SwRS-IDs>
Konsolidierung: <nein | Kandidat: <IDs oder Stellen, die dieselbe fachliche Funktion abbilden>>
Übernahmewürdigkeit: <übernehmen | Workaround | Sonderfall | veraltet> - <kurze Begründung>
Status: <belegt | HYPOTHESE>
```
### Traceability
Stelle Forward- und Backward-Traceability zwischen den drei Ebenen her:
- Jede SwRS-Anforderung referenziert die zugehörige SyRS-Anforderung.
- Jede SyRS-Anforderung referenziert die zugehörige StRS-Anforderung.
- Erzeuge zusätzlich eine konsolidierte **Traceability-Tabelle** (Markdown oder CSV): `StRS-ID | SyRS-ID | SwRS-ID | Artefaktbeleg`.
### Nicht-funktionale Anforderungen
- Ordne nicht-funktionale Anforderungen den Qualitätsmerkmalen der **ISO/IEC 25010** zu (z. B. Zuverlässigkeit, Performance-Effizienz, Sicherheit, Wartbarkeit, Übertragbarkeit). Trage die Zuordnung in das dafür vorgesehene Feld `Qualitätsmerkmal` ein, nicht in das Feld `Typ`.
- Leite Betriebs- und Sicherheitsanforderungen gezielt auch aus indirekt sichtbaren Artefakten ab: Konfigurationen, Deployment-Skripte, Logging-Policies, Rechteprüfungen.
### Konsolidierungsbedarf
Die Codebasis enthält fachliche Redundanz: Dieselbe Anforderung kann auf unterschiedlichen Masken oder in unterschiedlichen Modulen mehrfach und teils unterschiedlich implementiert sein. Prüfe daher bei jeder Anforderung, ob andere Anforderungen dieselbe fachliche Funktion abbilden, und vermerke solche Fälle im Feld `Konsolidierung` als Kandidat für eine Zusammenführung im Zielsystem.
**Gemeint sind fachlich gleichartige Konzepte in getrennten Implementierungen**, nicht bloß ähnlich formulierte Anforderungen. Ein Beispiel aus dieser Codebasis: Drucker werden als „Stammblätter" geführt, sonstige Hardware getrennt davon als „Assets" - zwei Datenhaltungen für denselben fachlichen Gegenstand, die im Zielsystem zu einem Asset-Konzept zusammengeführt werden sollen. Zwei Anforderungen, die denselben Sachverhalt nur aus Sicht verschiedener Ebenen beschreiben (etwa StRS und SwRS), sind **kein** Konsolidierungsfall - dafür sind die Tracelinks da.
### Ergebnisstruktur (im vorgegebenen Ausgabeverzeichnis)
```
Ergebnisse/
StRS.md
SyRS.md
SwRS.md
Traceability.md (oder Traceability.csv)
Hypothesen.md (Sammlung aller mit [HYPOTHESE] markierten Aussagen mit offener Frage)
Glossar.md (Domänenbegriffe, die in den Anforderungen verwendet werden)
Analysebericht.md (Modulinventar aus Schritt 0, Abdeckungstabelle, Konsistenzcheck,
Selbstbewertung, bekannte Lücken)
```
Das Ausgabeverzeichnis wird beim Start des Laufs beigestellt. Die analysierte Codebasis wird ausschließlich gelesen und nicht verändert.
### Randbedingungen
- **Keine Halluzinationen.** Wenn ein Artefakt nicht gelesen oder eine Aussage nicht belegt werden kann, ist das offen zu legen, nicht zu erfinden.
- **Keine Generierung von Code.** Es sollen ausschließlich Spezifikationsartefakte entstehen.
- **Keine Annahme über nicht beigestellte Hilfsmittel.** Arbeite mit dem, was dir in diesem Lauf zur Verfügung steht. Setze keine zusätzlichen Analysewerkzeuge, Datenbankzugriffe oder laufende Systeme voraus. Stehen für eine Aussage nur indirekte Belege zur Verfügung, ist sie als `[HYPOTHESE]` zu kennzeichnen.
- **Migrationsperspektive berücksichtigen.** Erkennbare Workarounds, Sonderfälle und überholte Logik gehören in das Feld `Übernahmewürdigkeit`, nicht in das Feld `Status`. `Status` beschreibt ausschließlich die Belegsituation (`belegt` oder `HYPOTHESE`), `Übernahmewürdigkeit` die fachliche Zukunft der Anforderung. Beide Angaben sind unabhängig voneinander: Eine gut belegte Anforderung kann ein Workaround sein, eine Hypothese kann übernahmewürdig sein.
- **Sprache:** Deutsch für Anforderungsaussagen, technische Bezeichner (Klassen, Methoden, Spalten) bleiben in ihrer Originalsprache.
### Abschluss
Führe vor Abgabe einen **Konsistenzcheck über das gesamte Anforderungs-Set** durch und dokumentiere das Ergebnis im `Analysebericht.md`:
- Doppelte oder mehrfach vergebene IDs
- Anforderungen ohne Beleg
- Anforderungen ohne Angabe zur `Übernahmewürdigkeit`
- Tracelinks auf nicht existierende IDs
- Inhaltlich deckungsgleiche Anforderungen, die nicht als Konsolidierungskandidat markiert sind
- **Liste aller risikorelevanten Anforderungen** (Sicherheit, Abrechnung/Fakturierung, Berechtigungen) mit ihrer Belegsituation: ID, Titel, ob ein `PRIMÄR`-Beleg vorliegt, andernfalls die `[HYPOTHESE]`-Kennzeichnung. Diese Liste macht Verstöße gegen die risikobasierte Priorisierung im Lauf selbst sichtbar.
- **Abgleich `Hypothesen.md` gegen die Inline-Markierungen:** Beide müssen dieselben Anforderungen nennen. `Hypothesen.md` enthält genau die Anforderungen mit `[HYPOTHESE]`-Markierung und keine zusätzlichen freien Fragen; offene Punkte ohne zugehörige Anforderung gehören in die Selbstbewertung.
Erstelle außerdem die **Abdeckungstabelle** auf Basis des Modulinventars aus Schritt 0: je Modul die Einstufung `tief | mittel | flach | nicht analysiert` und die Anzahl der daraus erzeugten Anforderungen. Jede Zeile des Inventars muss in der Abdeckungstabelle auftauchen.
Beende den Lauf mit einer kurzen Selbstbewertung im `Analysebericht.md`:
- Wie viele Module des Inventars wurden tief, mittel, flach beziehungsweise gar nicht analysiert? Nenne absolute Zahlen, nicht nur Beispiele.
- Wurde die Mindestabdeckung erreicht, also hat jedes Modul mindestens eine Anforderung? Falls nein: welche Module fehlen und warum?
- An welchen Stellen war der Beleg dünn (hoher Anteil `SEKUNDÄR`/`KONTEXT` oder `[HYPOTHESE]`)?
- Falls keine einzige Hypothese geführt wurde: Begründung, warum die Analyse ohne offene Punkte auskommt.
- Welche Erkenntnisse legen einen Nachschlag in einer Folge-Iteration nahe?
---
### Werkzeugkontext (vom Versuchsaufbau vorgegeben)
Für diesen Lauf stehen zur Verfügung: Lesen und Suchen von Dateien, das Ausführen von
Kommandozeilenbefehlen im Arbeitsverzeichnis sowie die werkzeugeigenen Subagenten.
Nicht verfügbar sind: spezialisierte Agentenrollen aus Konfigurationsdateien, externe
Werkzeugserver.
Triff keine Annahmen über weitere Werkzeuge und versuche nicht, nicht verfügbare
Werkzeuge zu ersetzen.
### Ausgabeverzeichnis (überschreibt anderslautende Pfadangaben oben)
Schreibe ALLE zu erzeugenden Ergebnisdateien in das Verzeichnis
`c:\DEV\MasterArbeit\Versuche\Versuch_01\Iteration 3\claude-opus-5\builtin\high\02_Lauf_2026-08-26_195958_v7.0.0-45dd\Ergebnisse\`.
Verändere keine Dateien im Arbeitsverzeichnis (der analysierten Codebasis).